Einbruch mit brachialer Gewalt

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  • Mit einem gusseisernen Schachtdeckel und brachialer Gewalt zertrümmerten die Einbrecher die ebenerdige Verbundglasscheibe zum Computerraum. 1/4
    Mit einem gusseisernen Schachtdeckel und brachialer Gewalt zertrümmerten die Einbrecher die ebenerdige Verbundglasscheibe zum Computerraum. Foto: 
  • Polizei und Kriminaltechniker waren vor Ort und sicherten Spuren. 2/4
    Polizei und Kriminaltechniker waren vor Ort und sicherten Spuren. Foto: 
  • Nicht nur Diebstahl, auch Zerstörungswut ist den Tätern anzulasten. 3/4
    Nicht nur Diebstahl, auch Zerstörungswut ist den Tätern anzulasten. Foto: 
  • Einen Schachtdeckel aus dem „Rosenrain“ schafften die Täter über die Wiese zur Schule. 4/4
    Einen Schachtdeckel aus dem „Rosenrain“ schafften die Täter über die Wiese zur Schule. Foto: 
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Die Ermittlungen zu dem Einbruch in die Gemeinschaftsschule in Rangendingen sind angelaufen. Kriminaltechniker aus Balingen waren am Mittwochmorgen im Schulgebäude, um Spuren im Computerraum und auf dem Außengelände zu sichern, deren Verwertbarkeit jetzt eingehend geprüft wird. Nach der Besichtigung des Tatorts sprach ein Beamter des Polizeireviers Hechingen, das diesen besonders schweren Fall des Diebstahls bearbeitet, von „brachialer Gewalt“, mit der die ebenerdige Verbundglasscheibe im Computerraum zertrümmert worden ist. Der Sachschaden ist erheblich.

Die Polizei geht davon aus, dass „mindestens zwei Täter“ den Einbruch zwischen Freitagabend und Montagabend begangen haben. Bei zehn entwendeten Laptops von jeweils etwa zweieinhalb Kilo Gewicht sei es eher unwahrscheinlich, dass ein Einzelner das Diebesgut abtransportieren konnte. Fraglich ist, ob zum Abtransport ein Fahrzeug benutzt wurde.

Dass man es nicht mit professionellen Tätern zu tun hat, vermutet Bürgermeister Johann Widmaier: Profis hätten wohl kaum einen Schachtdeckel 100 Meter weit geschleppt. Für Widmaier ist die Tat schlicht „unverständlich“.

Der gusseiserne Schachtdeckel, der zum Zertrümmern der Festverglasung benutzt wurde, stammt aus der Straße „Am Rosenrain“, etwa 100 Meter vom Schulgebäude entfernt. Der Bauhof der Gemeinde hat den offenen Schacht mit einer Warnbake abgesichert. Am Kleinfeldfußballplatz vorbei, müssen die Täter ihr Tatwerkzeug über die Wiese bis zum Schulgebäude geschafft haben.

Der Schachtdeckel lag am Mittwochmorgen immer noch zwischen Glasscherben in dem seit 2005 bestehenden, aber mit neuesten Geräten ausgestatteten Computerraum im Anbau der Schule. Dort gibt es noch weitere Spuren der Verwüstung: Die Laptops waren den Einbrechern wohl nicht genug, sie rissen auch Monitore und Kabel von den Arbeitstischen.

„Der Informatik-Unterricht wird vorerst zurückgestellt“, sagt Schulleiterin Andrea Jetter. Es sei der einzige Computerraum der Schule, aber er könne ja wieder genutzt werden, wenn die Spurensicherung abgeschlossen sei. Unterrichtsausfälle werde es wegen des Einbruchs also keine geben. „Wir improvisieren“, sagt eine Informatiklehrerin. Von den 16 voll ausgestatteten Arbeitsstationen im Computerraum seien noch sechs intakt. Weitere Laptops, die sich nicht in dem Raum befanden, würden nun besonders sicher aufbewahrt und weggeschlossen.

Zwei Lehrerinnen waren es, die den Einbruch durch Zufall am Montagabend entdeckt haben. Wie alle anderen Schulen hatte auch die Gemeinschaftsschule Rangendingen-Hirrlingen ein langes Brückentag-Wochenende. Solche Zeiträume, insbesondere in der dunkleren Jahreszeit, seien beliebt bei Einbrechern, sagt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Tuttlingen. Auch er folgert aus dem Tathergang, dass man es eher mit einem Einzeltäter oder einem Täter-Duo als mit einer größeren Gruppe zu tun hat.

Wer in dem Zeitraum von Freitagabend bis Montagabend rund um das Schulgebäude Verdächtiges wahrgenommen hat, wird gebeten, sich mit dem Polizeirevier Hechingen unter T. 07471/98800 in Verbindung zu setzen.

Laptops der Marke Lenovo wurden aus dem Computerraum der Schule gestohlen. Allein der Gesamtwert des Diebesguts dürfte bei fast 10 000 Euro liegen.

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