Ein wahres Schmuckstück auf dem Friedhof

Bürgerschaftliches Engagement wird in Schlatt groß geschrieben. Die Maurer Josef Schuler, Wolfgang Schuler und Martin Steck, bekannt als Schlatter Rentnerteam, setzten sich jetzt wieder für ihre Heimat ein.

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Ein wahres Schmuckstück ist die neue Sandsteinmauer, die zu den Schlatter Ehrengräbern führt. In Handarbeit gemauert wurde sie vom Schlatter Rentnerteam mit (von links) Martin Steck, Josef Schuler und Wolfgang Schuler. Foto: Eugen Pflumm

"Das ist ein leuchtendes Beispiel für echtes Bürgerengagement mit viel Herzblut", lobte Ortsvorsteher Jürgen Schuler sein Rentnerteam beim Fototermin mit der HZ. In der Tat kann der Schlatter Rathauschef froh sein, auf dermaßen aktive Bürger zurückgreifen zu können, die ihre Zeit und ihr Können nicht zum ersten Mal in den Dienst der Allgemeinheit und ihrer Heimatgemeinde stellten.

"Für eine gute Sache sind wir gerne im Einsatz", unterstreicht Wolfgang Schuler, der zusammen mit den Maurerexperten Josef Schuler und Martin Steck für einen zeitgemäßen und optisch ansprechenden Zugang zu den Schlatter Ehrengräbern sorgte. Ins Rollen brachte den Einsatz Elisabeth Schuler, die als Mitglied des Fördervereins Friedhofskirche für den Blumenschmuck im Schlatter Kleinod zuständig ist. Ihr fiel auf, dass sich die Bruchsteinmauer entlang der Stufen zu den etwas tiefer liegenden Ehrengräbern in einem recht maroden Zustand präsentierte. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte war der Hangbereich abgerutscht und dadurch gerieten die Mauersteine nicht nur sprichwörtlich, sondern auch tatsächlich aus den Fugen. Sie hatten sich mehr und mehr verschoben.

Nachdem Ortsvorsteher Schuler entsprechend informiert war, inspizierten Josef Schuler, Wolfgang Schuler und Martin Steck die zukünftige Baustelle und signalisierten spontan ihre Mithilfe beim Mauerneubau. Darüber war natürlich nicht nur der Schlatter Rathauschef hoch erfreut, der die benötigten Materialien gerne kurzfristig bestellte.

Zuerst war es die Aufgabe der Fachmänner, die alte Mauer abzutragen und dann in Handarbeit ein 50 Zentimeter tiefes Fundament zu graben. Nicht vergessen werden durften die Isolierung sowie die Hangwasserabführung, damit die Freude an dem neuen Mauerwerk auch viele Jahre erhalten bleibt. Dann konnte der Zement in die Schalung eingebracht werden.

Nach der Trocknungsphase ging es an den Aufbau der neuen Mauer. Die erforderlichen, an Optik und Beschaffenheit an bereits bestehende Mauerwerke angepassten neuen Sandsteine platzierten die drei Maurer Stück für Stück zu einem harmonischen Schmuckstück für den ganzen Friedhof. Nachdem das Trio dann auch noch verfugt hatte, blieb nur noch das Angleichen und Einsäen des über der Mauer liegenden Geländes. Insgesamt nahm die Errichtung der neuen Mauer eineinhalb Wochen in Anspruch.

Das Schlatter Rentnerteam zeichnete übrigens auch schon für die Neugestaltung des Steinbeetes beim Leichenhallenvorplatz verantwortlich. Und der nächste Einsatz steht bereits bevor: Der etwas abseits der Gräber liegende Verweilplatz braucht ebenfalls Hilfe. Das Holz der beiden Sitzbänke muss dringend gestrichen werden. Zudem muss einer der beiden einbetonierten Bänke gedreht werden. Des schöneren Blicks auf das altehrwürdige Schlatter Friedhofskirchlein wegen.

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