Ein wahres Schmetterlingsparadies

Ein Naherholungsgebiet nicht nur für Menschen: Auf dem Schafwasen tummeln sich Schmetterlinge. Junge und ältere Naturfreunde folgten Hans-Martin Weisshap, um sie zu entdecken.

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Als Paradies für die heimischen Schmetterlingsarten zeigt sich derzeit die blumenreiche Wacholderheide oberhalb des Schützenhauses, die von den Hechingern gerne als Naherholungsgebiet genutzt wird. Knapp zwei Dutzend Naturfreunde, darunter auch etliche Kinder, waren der Einladung des Nabu Hechingen zu einem Spaziergang durch das Gebiet bei strahlendem Sonnenschein gefolgt.

Hans-Martin Weisshap, einer der Schmetterlingsspezialisten der Gruppe wurde dabei von weiteren Kennern unterstützt: Der Haigerlocher Nabu-Vorsitzende Herbert Fuchs konnte den Teilnehmern eine stattliche Zahl kleiner und großer, seltener und auch häufiger vorkommender Schmetterlingsarten zeigen und erläutern. Derzeit fliegen auf den Magerwiesen vor allem die häufigen Schachbrettfalter, das Große Ochsenauge sowie mehrere Arten der Braun-Dickkopffalter sowie die auffälligen und hübschen Sechsfleck-Widderchen.

Zu den weniger häufigen Arten, die angetroffen wurden, zählte der Kleine Eisvogel und der zu den Kleinschmetterlingen zugehörige Rhabarberzünsler.

Mit Käschern - selbstredend mit behördlicher Genehmigung - wurden einige der bunten Flattertiere kurzzeitig ihrer Freiheit beraubt und aus der Nähe inspiziert, bevor sie wieder durch die Lüfte segeln durften. Die Nabu-Experten erläuterten die Besonderheiten der jeweiligen Art, gaben aber auch allgemeine Hinweise zu Entwicklung, Lebensdauer, Verbreitung und Gefährdung der Schmetterlinge.

So bringt es der bekannte Zitronenfalter auf ein für Schmetterlinge biblisches Alter von etwa einem Jahr, wohingegen andere Arten gerade mal wenige Wochen, wenn nicht sogar nur ein paar Tage leben; gerade so lange, bis sie mit Paarung und Eiablage für den Fortbestand der Art gesorgt haben.

Insbesondere der Rückgang der Blütenpflanzen in der landwirtschaftlichen Flur durch starke Düngung, aber auch das Fehlen der Raupennahrungspflanzen an Böschungen und Wegrainen durch frühes Mähen hat bei einigen Arten zu einem gravierenden Rückgang geführt. Der Schutz der noch vorhandenen Bestände an bunten Flattertieren sollte jedermann ein Anliegen sein, waren sich die Teilnehmer einig. Die Hechinger Nabu-Gruppe bemüht sich, durch die jährliche Schafwasenpflege wichtigen Lebensraum für diese Insekten zu erhalten. Betriebshöfe, Straßenmeistereien und alle Gartenbesitzer können ebenfalls ihren Teil beitragen, erklärte Hans-Martin Weisshap den interessierten und von der Vielfalt und Schönheit der angetroffenen Arten begeisterten Teilnehmern.

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