Ein Quintett soll den Höfendorfer Schützenverein führen

Sportlich läuft es bei den Höfendorfer Schützen rund. Die Suche nach einem neuen Vorsitzenden und der Wiederaufbau des Schützenhauses stellen den Verein jedoch vor große Herausforderungen.

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Die für langjährige Vereinstreue geehrten Mitglieder des Schützenvereins Höfendorf mit Oberschützenmeister Gerd Beiter (links).  Foto: 

In der Hauptversammlung der Höfendorfer Schützen fand sich kein neuer Kandidat für das Amt des Vorsitzenden. Der bisherige Oberschützenmeister Gerd Beiter hatte bereits im Vorfeld angekündigt, sein Amt abgeben zu wollen. Berufliche Belastung, vor allem aber seine Wahl zum Ortsvorsteher haben ihn zu diesem Schritt bewegt. Trotz intensiver Bemühungen ist es bisher jedoch nicht gelungen, einen möglichen Nachfolger ausfindig zu machen.

Da der gesamte Vorstand angekündigt hatte, auf eine Kandidatur zu verzichten, wenn sich niemand bereit erklären sollte, das Amt des Vorsitzenden zu übernehmen, haben sich die Verantwortlichen Gedanken über eine mögliche Alternativlösung gemacht. Herausgekommen ist dabei ein Modell, das fünf gleichberechtigte Vorstände vorsehen würde, die die Bereiche Wirtschaft, Finanzen, Verwaltung, Sport und Jugend besetzen. Nötig wäre dazu allerdings eine Satzungsänderung. Mit großer Mehrheit sprachen sich die Mitglieder dafür aus, die Wahlen auszusetzen und in einer außerordentlichen Sitzung über diese Lösung zu beraten.

Obwohl die Folgen des Schützenhaus-Brandes von 2013 noch allgegenwärtig sind, steht der 169 Mitglieder zählende Verein sportlich und finanziell auf gesunden Füßen. Drei Eintritten standen im vergangenen Jahr vier Austritte gegenüber. Schriftführer Ronald Höllich blickte auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres zurück. Da das Schützenhaus noch nicht wieder aufgebaut ist, konnte dort lediglich das Königsschießen unter freiem Himmel stattfinden, das Siegfried Grupp für sich entschied. Die sehr erfolgreiche Kirbe wurde ins Bürgerhaus verlegt. Wie Schießleiter Frank Beilard berichtete, konnten auch ohne Schützenhaus sämtliche sportliche Aktivitäten der 18 Schützen beibehalten werden. Training und Wettkämpfe wurden ins Schützenhaus von Stetten/Haigerloch verlegt. Trotz erschwerter Bedingungen haben sowohl die 1. als auch die 2. Luftgewehrmannschaft den Klassenerhalt geschafft. Die KK-Mannschaft wurde sogar Vize-Meister.

Jugendschießleiter Andreas Beiter erläuterte die Aktivitäten der Jungschützen, die das Aushängeschild des Vereins sind. Sämtliche Mitglieder glänzten mit Höchstleistungen, die 1. Mannschaft fuhr souverän den Meistertitel in der Jugendrunde ein. Harald Bisplinghoff berichtete von der Bogenabteilung, die die Vize-Kreismeister stellte.

Kassiererin Martina Katz vermeldete einen positiven Kassenstand, Prüfer Ludwig Lohmüller bescheinigte ihr eine einwandfreie Kassenführung. Die Entlastung führte die stellvertretende Ortsvorsteherin Renate Schättle herbei. Termine für 2015 sind das Königsschießen am 11. Juli sowie die Kirbe, die am 11. Oktober im Bürgerhaus stattfinden wird.

Ansonsten werden die Schützen vor allem mit der Planung für das neue Schützenhaus beschäftigt sein. "Wir sind uns definitiv einig, dass der Wiederaufbau erfolgen soll", betonte Oberschützenmeister Gerd Beiter mit Blick auf die florierende Jugendarbeit, die die Zukunft des Vereins sichert. Konkrete Planungen seien jetzt dringend erforderlich. In einer Power-Point-Präsentation stellte er einen ersten Entwurf des Gebäudes vor, das sich am Grundriss des abgebrannten Hauses orientieren wird. Kalkuliert wird mit einem Neuwert in Höhe von 507000 Euro, der von der Versicherung ausbezahlt würde. Darin enthalten sind auch die Kosten für den bereits erfolgten Abbruch. Benefiz-Aktionen wie etwa ein Konzert stehen im Raum und könnten zum Erfolg des Projektes beitragen.

Für ihre langjährige Vereinstreue geehrt wurden Eileen Müller und Joachim Ritzal (zehn Jahre), Dieter Schweizer und Bianca Zeug (20 Jahre), Robert Beiter, Herwig Häckl und Egidius Wild (40 Jahre) sowie Hermann Beiter, Erwin Fahrner und Helmut Kurz (50 Jahre).

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