Ehepaar Endriß unterstützt den TC Hechingen und junge Spielerinnen bei Ladies Open

Nicht alle Tennistalente können sich während der Hechinger Turnierwoche ein Hotel leisten. Ihnen bieten hilfsbereite Gastgeber mehr als nur ein Dach überm Kopf.

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Franz-Karl und Barbara Endriß spielen weder Tennis noch sind sie Mitglied im Hechinger Tennis-Club. Und dennoch nehmen die Eheleute seit 2002 jedes Jahr eine Spielerin während der Ladies Open in ihrem Hause auf.

„Wir sind sehr passive Tennisspieler“, sagt Barbara Endriß lachend auf die Frage nach dem persönlichen Engagement bezüglich des Spieles mit Ball und Schläger. Dar sportliche Einsatz der beiden beschränkt sich auf Spiele im Fernsehen und auf die Ladies Open, die sie auf dem Platz verfolgen.

Auf die Idee, sich auf eine andere Art zu engagieren, kamen sie durch ein befreundetes Ehepaar, das schon einige Zeit vor ihnen jungen Spielerinnen ein Zuhause bot. Etliche der jungen Beflissenen des (ehemals) weißen Sportes konnten und können sich eine Unterkunft im Hotel nicht leisten. Schließlich landet nicht jede jedes Mal auf dem ersten Platz und kassiert ein Stück vom 25 000-Dollar-Preisgeld-Kuchen.

Familie Endriß also beschloss, sich hier einzuklinken und zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Zum einen den Verein zu unterstützen und gleichzeitig auch den Spielerinnen ein angenehmes Dach über dem Kopf zu bieten. Daraus entsteht in der Regel ein Vertrauensverhältnis, oft genug ein Familienanschluss. Die Mädchen haben im Haus ihr eigenes Reich, können sich frei bewegen und kommen und gehen,  wann sie wollen. Dazu bekommen sie natürlich auch einen Hausschlüssel.

Dass das Verhältnis sehr persönlich werden kann, beweist der Umstand, dass Barbara Endriß auch schon mal als Seelentrösterin gefragt ist. Nach ihren Erfahrungen mit den jungen Damen, die aus aller Herren Länder kommen, befragt, antworten beide Ehepartner wie aus einem Munde: „Wie haben durch die Bank wirklich nur gute Erfahrungen gemacht. Die Mädchen sind alle sehr höflich, nett und anspruchslos. Eine ihrer ersten Fragen ist die nach dem Internetanschluss. Und dann wird gleich Verbindung mit daheim aufgenommen“.

Ob auch künftig die Tür des Hauses Endriß für Tennisspielerinnen offen steht? „Na klar“, kommt es wie aus der Pistole geschossen.

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