Dreiländereck bleibt im Blick

Das "Dreiländereck" zwischen Grosselfingen, Rangendingen und Haigerloch ist weiterhin unter den Windkraft-Vorranggebieten des Regionalverbandes. Hechinger Standorte sind inzwischen außen vor.

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Das größte aller möglicher Vorranggebiete in der ganzen Region Neckar-Alb liegt im "Dreiländereck", wo die Gemarkungen Haigerloch (links), Rangendingen (oben) und Grosselfingen (unten) aufeinandertreffen. Die schraffierten Flächen zeigen die potenziellen Standorte für bis zu 18 Windräder. Graphik: Regionalverband Neckar-Alb  Foto: 

Lange, sehr lange war es ruhig um mögliche Windkraftstandorte in der Region. Jetzt ist das beim Regionalverband Neckar-Alb anhängige Verfahren einen Schritt weiter. Wenn die Verbandsversammlung am kommenden Dienstag, 21. Juli, um 10 Uhr in der Genkinger Brühlhalle tagt, dann steht der "Sachstandsbericht zur Teilfortschreibung Windkraft des Regionalplans Neckar-Alb" ganz oben auf der Tagesordnung.

Man erinnert sich: Ursprünglich waren zwei Gebiete im Zollernalbkreis als potenzielle Vorranggebiete für regionalbedeutsame Windkraftanlagen im Blick der Planer: der "Geißbühl" oder "Aufberg" oberhalb von Salmendingen und das sogenannte "Dreiländereck", wo die Gemarkungen von Haigerloch, Rangendingen und Grosselfingen aufeinanderstoßen. Der Salmendinger Standort ist wegen der gefundenen Brutstätten von schützenswerten Greifvögeln in der Zwischenzeit gekippt worden.

In der jetzt vorliegenden Neuauflage der Planung ist das "Dreiländereck" das einzige verbliebene Vorranggebiet im Zollernalbkreis. Die neun weiteren potenziellen Standortfavoriten liegen allesamt auf der Reutlinger Alb. Der bekannteste Standort bleibt der "Hohfleck" auf Gemarkung Undingen. Dort plant die Sonnenbühler Firma Sowitec schon recht konkret bis zu sieben Windräder, die man auch auf der Burladinger Alb noch deutlich sehen würde.

Mit einer Flächengröße von 114 Hektar ist der "Dreiländereck"- Standort der größte von allen diskutierten. Hier hätten bis zu 18 Windräder Platz. Zwar gelten die geologischen Verhältnisse als "kritisch", basierend auf einer Konzentration auf "Lias alpha"-Flächen wollen die Regionalplaner den Standort aber weiterverfolgen.

Die größten Teilflächen liegen im Grosselfinger Wald links und rechts der Landstraße nach Rangendingen. Zwei weitere Teilflächen liegen im Wald von Stetten/Haigerloch. Der Rangendinger Wald ist nur noch ein wenig tangiert.

Durchs Suchraster gefallen sind zwei ebenfalls geprüfte Standorte auf Hechinger Gemarkung. Der eine wurde gestrichen, weil Windräder in diesem Gebiet dem Richtfunk der Behörden in die Quere kämen, der andere (in Richtung Stein/Rangendingen) wird nicht weiterverfolgt, weil das Landschaftsschutzgebiet "Mittleres Starzeltal" Vorrang hat.

Von den Planungen des Regionalverbandes unberührt ist die zusätzliche Ausweisung lokaler Windkraft-Standorte durch einzelne Kommunen. Wie mehrfach berichtet, ist hier vor allem die Stadt Burladingen aktiv, die Flächen beim Hofgut "Küche" bei Hermannsdorf, oberhalb des Laucherttales bei Stetten u. H. und zwischen Ringingen und Burladingen prüft.

Zehn Vorranggebiete

Platz für bis zu 80 Windräder Zehn Windkraft-Vorranggebiete sollen laut aktuellem Planungsstand des Regionalverbandes Neckar-Alb in der Region ausgewiesen werden. Auf einer Gesamtfläche von

648 Hektar wäre Platz für etwa

80 Windräder. Hier die Vorranggebiete

im Einzelnen:

Römerstein (50 Hektar, maximal sechs Anlagen)

Engstingen/St. Johann (15 Hektar, maximal drei Anlagen)

Engstingen/Gomadingen (18 Hektar, drei bis vier Anlagen)

Hohenstein (97 Hektar, 13 Anlagen)

Hohenstein/Pfronstetten (93 Hektar, zehn bis elf Anlagen)

Pfronstetten/Zwiefalten (103 Hektar, 13 Anlagen)

Hayingen (28 Hektar, vier Anlagen)

Hayingen (54 Hektar, fünf bis sechs Anlagen)

Sonnenbühl ("Hohfleck") (76 Hektar, sechs bis sieben Anlagen)

Grosselfingen/Haigerloch/Rangendingen (114 Hektar, 17 bis 18 Anlagen)

SWP

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