Dorfwettbewerb: Stetten und die Kunst, sich zu verändern

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Der neu gestaltete Klostergarten war selbstverständlich eine wichtige Station, als die Bezirkskommission von „Unser Dorf hat Zukunft“ sich in Stetten umsah.  Foto: 

Zweite Hechinger Station für die Bezirkskommission von „Unser Dorf hat Zukunft“ war Stetten. Im Johannessaal der Klosterkirche trafen die Juroren auf eine große Präsentationsgruppe, bestehend aus Ortsvorsteher Hannes Reis, Ortschaftsräten, Vereinsvertretern und Pfarrgemeinderat. Dabei waren auch der Erste Beigeordnete Philipp Hahn und Kreisfachberater Markus Zehnder vom Landratsamt.

Ortsvorsteher Hannes Reis stellte seine Gemeinde vor und führte aus, dass sich Stetten vom Bauerndorf zu einem von kulturellem Selbstbewusstsein geprägten Lebensort für Einheimische und Zugezogene mit knapp 2000 Einwohnern entwickelt hat. Stetten, so Reis, prägten Tradition und Weltoffenheit, Vielfalt, Gemeinsinn und Naturverbundenheit. Auf die Erhaltung der Infrastruktur werde besonderen Wert gelegt. Pluspunkte Stettens seien Dorfladen, Dorfschule, Kindertageseinrichtung, Jugendraum, Bankfiliale, Dorfkneipen, Zahnärztin, Alten- und Pflegeheim, Handwerksbetriebe, die Nähe zu Hechingen und die gute Anbindung durch Bahn und B 27 an Balingen, Tübingen und Stuttgart. Die Transparenz des kommunalen Handelns werde durch eine aktive Informationspolitik sichergestellt. Die Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende werde von der Bevölkerung respektiert. Als beispielhaft für das großartige bürgerschaftliche Engagement nannte Reis das jüngste Dorffest. Unter den Stärken Stettens nannte Reis auch die Kunst, veränderte Lebenswirklichkeit als Chance wahrzunehmen. Beispiel: die Gründung des Erfolgsmodells „Stetten singt“ nach dem Ende des Männergesangvereins.

Stetten, so Reis, habe Zukunft, weil gesunde Handwerksbetriebe und das Unternehmen Baxter qualifizierte Arbeitsplätze bieten, weil man die gute Infrastruktur erhalten und verbessern will, weil die Vereine Mut zu Veränderungen beweisen und weil Bürger sich vielfältig engagieren.

Beim Rundgang durch die Gemeinde wurde zunächst der Klosterbereich erkundet. Reis und Alfred Schmid erläuterten den großen Nutzen des Johannessaals, und Manfred König stellte das Heimatmuseum vor. Franz Bausinger berichtete über Traditionen und Brauchtum in Stetten. Otto Pflumm erläuterte der Kommission, wie der historische Klostergarten durch den Förderverein wieder hergestellt worden ist.

Ortsvorsteher Reis stellte die Rathausräume vor, Otto Pflumm beschrieb die Tätigkeit des Musikvereins. Am Narrenbrunnen sprachen Axel Fischer und Beatrice Wolf von den Hagaverschreckern über das Stettener Fasnetsbrauchtum. Rektorin Ursula Kleinmaier stellte der Kommission die Grundschule und den neu hergerichteten Schulhof vor. Manfred König beschrieb die Bedeutung des „Backhäusles“.

Den Lehrgarten des Obst- und Gartenbauvereins präsentierte Verena Winter. Das vom TSV in Eigenleistung angelegte Sportgelände Lindenwasen mit drei Sportplätzen und drei Tennisplätzen beschrieb Thomas Sigg.

Der Ortsvorsteher stellte den Farrenstall und das Feuerwehrgerätehaus – heute in Vereinsnutzung – vor. Die alte Schmiede in der Brünnlestraße präsentierte Oswald Kleinmaier, bevor So­phia Fischer und Christian Buckenmayer das Jugendhaus und den Jugendverein vorstellten.

Abschließend wünschten Beigeordneter Philipp Hahn und Kreisfachberater Markus Zehnder den Stettenern viel Erfolg im Dorfwettbewerb.

Außer Stetten und Bechtoldsweiler stehen Rottenburg-Eckenweiler, Reutlingen-Reicheneck, Leibertingen-Thalheim, Mehrstetten und Ehingen/Donau-Dächingen im Wettbewerb auf der Ebene des Regierungsbezirks.

Zwei der sieben Gemeinden ziehen in den Landeswettbewerb ein. Die übrigen Dörfer erhalten eine Plakette über die Teilnahme und Preise.

Den Vorsitz der Kommission hat Stephan Eckardt vom Regierungspräsidium Tübingen. Ferner sind dabei: Waltraud Allgäuer vom Landfrauenverband, Konrad Storz vom Gartenbau- und Landbauverband, Rudi Maier vom Gemeindetag sowie Robert Schuster und Heike Eger vom Regierungspräsidium.

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