Die eine oder andere Sache ist noch zu ändern

Das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz und vor allem die umstrittene Durchführungsverordnung bildeten einen Schwerpunkt der Jägerversammlung.

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Der Justitiar des Landesjagdverbandes, Sören Kurz.

Der Justitiar des Landesjagdverbandes, Sören Kurz, referiert bei der Kreisjägervereinigung Hechingen über das heiße Eisen Jagdgesetz. Nach zweieinhalb Jahren hatte es einen von den Jägern mit viel Bauchgrimmen akzeptierten Kompromiss gegeben, der bereits viele für sie unerwünschte und unvernünftige Regelungen enthielt. Die spätestens im Mai vorliegende Durchführungsverordnung dazu sei aber deutlich ein Schritt zurück gewesen, sagte Sören Kurz. Der Justitiar erläuterte sehr sachlich die einzelnen Bestimmungen und wies darauf hin, dass das neue Gesetz ein Vollgesetz sei, das auch über dem Bundesjagdgesetz stehe.

Kurz ging ein aufs Schalenmodell, das immerhin noch 49 bejagbare Wildarten vorsieht, besondere Rechten und Pflichten der Jäger, die Fangjagd mit Fallen und die Wildfütterung, für ihn ein ganz trauriges Thema. Die Fütterung auch eine Frage des Tierschutzes. Manche der Bestimmungen seien in der Praxis kaum umsetzbar, etwa die Details der Jagdzeiten. Auch der Verwaltungsaufwand für Wildmonitoring und den Wildtierbericht sei enorm. Andererseits habe der Jäger damit Einwirkungsmöglichkeiten auf das Entwicklungsmanagement, deshalb empfahl der Jurist, diesgut zu nutzen: "Schreiben Sie möglichst viel rein, sonst fallen immer mehr Tiere aus der Jagdbarkeit heraus."

Die Demonstration von 3000 Jägern in Stuttgart habe gezeigt, dass sich durchaus die eine oder andere Sache noch ändern lasse.

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