Deutsche Rolle im Armenier-Genozid?

Völkermord an den Armeniern? In der Synagoge beleuchtet der Züricher Historiker Hans-Lukas Kieser am morgigen Donnerstag die umstrittenen Vorgänge.

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Der bekannte Historiker Dr. Hans-Lukas Kieser spricht morgen in der Synagoge.

Der Völkermord an den Armeniern jährt sich heuer zum 100. Male. Im Ersten Weltkrieg, während der Jahre 1915/16, kam es im osmanischen Reich zur Vertreibung und Ermordung von Hunderttausenden Angehörigen der christlichen Volksgruppe. Der Genozid an den Armeniern ist bis heute heftig umstritten. Der türkische Staat als Rechtsnachfolger des osmanischen Reiches, aber auch türkische Historiker wollen die Tatsache eines Völkermordes nicht anerkennen, räumen allerdings massenhafte Deportationen und Opfer ein.

Nach der Lesung aus Franz Werfels Roman "Die vierzig Tage des Musa Dagh", die das Thema literarisch vorbereitete, bietet sich nun die Gelegenheit, in der Hechinger Synagoge zu hören, wie einer der besten Spezialisten die verwickelte Problemlage beurteilt. Dr. Hans-Lukas Kieser ist Titularprofessor an der Universität Zürich, international ausgewiesener Fachmann für die spät- und nachosmanische Geschichte. Er beleuchtet den Hintergrund der Ereignisse und fragt auch, was den freimütigen Umgang mit dem Völkermord in Deutschland so lange behindert. Das deutsche Kaiserreich war während des Weltkriegs Verbündeter des osmanischen Reiches, aus Deutschland kamen aber auch die schärfsten Kritiker der Vorgänge.

Info Der Vortrag in der Hechinger Synagoge morgen, 26. Februar, beginnt um 19 Uhr.

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