Der schönste verregnete Markt des Jahres

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  • Nur fröhliche Gesichter! Der Tischlein-deck-dich-Markt in Hechingen ist ein Erfolg, ja, er hat sich etabliert. Das zeigte sich am Freitag. Und zwar gerade weil (!) es regnete. 1/9
    Nur fröhliche Gesichter! Der Tischlein-deck-dich-Markt in Hechingen ist ein Erfolg, ja, er hat sich etabliert. Das zeigte sich am Freitag. Und zwar gerade weil (!) es regnete. Foto: 
  • Marktbummel mit dem Regenschirm. Wer schon mal da war, der blieb aber auch. 2/9
    Marktbummel mit dem Regenschirm. Wer schon mal da war, der blieb aber auch. Foto: 
  • Zauberclown Ronny Baldony faszinierte nicht nur die Kinder. Später präsentierte er auch Puppentheater. 3/9
    Zauberclown Ronny Baldony faszinierte nicht nur die Kinder. Später präsentierte er auch Puppentheater. Foto: 
  • Sigfried Wischke, Koordinator des Hechinger Stadtmarketings, mit den jungen Asylbewerbern, die beim Aufbau halfen. 4/9
    Sigfried Wischke, Koordinator des Hechinger Stadtmarketings, mit den jungen Asylbewerbern, die beim Aufbau halfen. Foto: 
  • In der Sofaecke oberhalb des Rathausplatzes war’s kuschelig. 5/9
    In der Sofaecke oberhalb des Rathausplatzes war’s kuschelig. Foto: 
  • Christian Müller genehmigt sich was vom Wild. 6/9
    Christian Müller genehmigt sich was vom Wild. Foto: 
  • Helmut Geiselhart bietet Tiroler Spezialitäten an. 7/9
    Helmut Geiselhart bietet Tiroler Spezialitäten an. Foto: 
  • In der Werkstatt für Haare wurden die Kinder geschminkt. 8/9
    In der Werkstatt für Haare wurden die Kinder geschminkt. Foto: 
  • Rainer Neth kredenzte vor dem Rathaus edle Tropfen. 9/9
    Rainer Neth kredenzte vor dem Rathaus edle Tropfen. Foto: 
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Wenn dieser verregnete, kalte, graue vierte Tischlein-deck-dich-Markt in Hechingen eins gezeigt hat, dann, dass er angekommen ist, dass die Bürger ihn mögen, dass er inzwischen einen Ruf und hohen Stellenwert besitzt. Obwohl es fast von Anfang an schiffte, strömten Besucher herbei. Gut, nicht in hellen Scharen, aber sie kamen, selbst als es dann prasselte. Sie kamen auch nicht nur aus Hechingen, sie kamen aus Rangendingen, Jungingen und von der Alb. Wie es hieß, teils sogar von Tübingen und noch weiter her.

Es hat sich herumgesprochen, da ist es gemütlich, da gibt es ein abwechslungsreiches Angebot, da kann man Leute treffen – da muss man dabei gewesen sein. Die da waren, ließen sich vom Regen nicht vertreiben, sie drängten sich unter den Zelten und Planen aneinander, kuschelten sich auf der Sofaecke zusammen. Gemütlich war’s.

Der Stadtmarketingverein hat einen Knaller gelandet. Einen Knaller, an den anfangs nur er selber geglaubt hat. In Hechingen in der Oberstadt kann eben auch abseits des Irma-West-Kinderfestes richtig was laufen.

Oder hätte man den Markt vielleicht doch absagen sollen? Die Wetterprognose war ja eindeutig gewesen.

Nein, sagt Sigfried Wischke, Koordniator des Hechinger Stadtmarketings mit Nachdruck. „Wenn wir das machen, wissen die Leute bei bedecktem Himmel nicht, ob der Markt dieses Mal stattfindet oder nicht. Wir ziehen das durch. Der Markt findet bei jedem Wetter immer am ersten Freitag im Monat statt!“ (Nur ausnahmsweise dieses Mal am zweiten, weil vergangene Woche der Marktplatz durch die Ferienspiele belegt war.) Und verweichlicht seien die Hechinger und die Bewohner der umliegenden Gemeinden ja nicht. „Wir nehmen das Wetter wie es kommt. Wir haben ja Regenschirme.“

Integration Zum Gelingen des 4. Hechinger Abendmarktes beigetragen haben neun Bewohner der Hechinger Flüchtlingsunterkunft und zwei ihrer Kumpel, die gerade auf Besuch da waren. Sie haben die Zelte errichtet und beim Aufbau am Mittag geholfen. Wie kam’s? Der Stadtmarketingverein ist auf die Leiter der Unterkunft zugegangen, hat, gefragt, ob die jungen Männer helfen wollen – und auf der Stelle eine Zusage erhalten. Klar, Abwechslung ist immer willkommen. Dabei ging es dem Stadtmarketing nicht nur darum, einen Beitrag zur Integration zu leisten, es steckt ganz offen eigennützig auch der Gedanke dahinter, die jungen Männer, von denen vielen eine Ausbildung machen wollen, in Kontakt mit Gewerbetreibenden zu bringen, die händeringend nach Lehrlingen suchen. Von denen waren hinter und vor den Ständen viele da.

Domoda Unter den Aufbauhelfern befand sich auch Yusfa Jammen, ein smarter Bursche von 18 Jahren aus Gambia. Yusfa durchläuft momentan eine Lehre als Koch im „Lamm“ in Stein, das schon viele meisterliche Köche hervorgebracht hat. Für den nächsten Abendmarkt im September ist geplant, dass Yusfa an einem der Stände kocht. Natürlich gambisch. Dann gibt’s „Domoda“, Rindfleisch mit Gemüse und Reis. Noch ein Grund, den Markt wieder zu besuchen.

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