Den Glockenguss live miterlebt

Das war ein ganz besonders Erlebnis: 25 evangelische Gemeindeglieder waren in Karlsruhe Zeugen des Glockengusses für die Johanneskirche.

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    Über 1000 Grad heiß war die Legierung, die die Glockengießer verwendeten.
  • Nach vollbrachtem Werk wurde mit Pfarrer Herbert Würth (rechts) eine Andacht gefeiert. Privatfotos 2/2
    Nach vollbrachtem Werk wurde mit Pfarrer Herbert Würth (rechts) eine Andacht gefeiert. Privatfotos
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"Loch in Erde, Bronze rin - Glocke fertig, bim, bim, bim." Nein, so schnell geht es nicht, wenn eine Glocke gegossen wird. Diese Erfahrung machten 25 Gemeindeglieder, die am vergangenen Freitag nach Karlsruhe fuhren, um den Guss der neuen Glocke für die evangelische Johanneskirche mitzuerleben. Auf der Fahrt gab es von Pfarrer Herbert Würth nach dem Bibelwort für den Tag einige Informationen zu Glocken allgemein und zum wechselvollen Schicksal der Glocken im Turm der Johanneskirche. Denn in beiden Weltkriegen mussten Glocken abgeliefert werden, sodass jeweils nur noch eine zurückblieb.

"Glocke fertig, bim, bim, bim" - auch Schillers "Glocke" war erheblich länger, und so wurde während der Fahrt das komplette Gedicht vorgelesen. Um 11 Uhr waren die Glockenguss-Interessierten pünktlich bei der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe. Mit einem Film und dem Besuch des Informationszentrums sowie einer Einführung zum Glockengießen wurden viele Fragen beantwortet, beispielsweise wie die "Glockenzier" auf die Glocke kommt und warum man vor dem Guss eine "falsche Glocke" herstellt.

Mit leichter Verspätung wurden die Besucher in die Gießerei geleitet, wo die Legierung schon über 1000 Grad heiß war. Selbst der Behälter der Glockenmasse war rotglühend. Nachdem zuerst ein kleines Glöcklein gegossen worden war, kam die rotglühende Masse in die vorbereitete Form für die Hechinger Glocke. In gebührendem Abstand wurde dieses Meisterwerk alter Handwerkskunst beobachtet. Nach dem Guss stimmten alle in ein Fürbittengebet, das Vaterunser und das Kirchenlied "Großer Gott, wir loben dich" ein.

Nach diesem Erlebnis wurde in eine Karlsruher Gaststätte eingekehrt. Im Bewusstsein, etwas Besonderes erlebt zu haben, ging es wieder heim nach Hechingen, wobei im Bus Volkslieder, geistliche Lieder und natürlich das Hohenzollernlied angestimmt wurden.

Jetzt freuen sich alle darauf, dass an Ostersonntag die neue Glocke in der Johanneskirche zum ersten Mal läuten wird.

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