CDU Tübingen-Hechingen eröffnet den Wahlkampf mit Starkbierfest

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Über 400 Besucher waren am Freitagabend zum Starkbierfest in die Nehrener Musikantenscheune gekommen. Dass der Wahlkampfauftakt aus CDU-Sicht nicht besser hätte laufen können, sah man der strahlenden Staatssekretärin und Bundestagsabgeordneten Annette Widmann-Mauz von weitem an. Vor der versammelten Prominenz mit Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Regierungspräsident Klaus Tappeser, dem Europaabgeordneten Norbert Lins, Landrat Günther-Martin Pauli sowie zahlreichen Bürgermeistern aus der Region erklärte die Kandidatin: „CDU und CSU sind klar im Aufwind. Die Wählerinnen und Wähler fallen nicht auf laute und leere Sprüche herein. Die Menschen wollen keine Rezepte aus der sozialistischen Mottenkiste, sondern sie wissen, dass nur Arbeit und Beschäftigung Wohlstand und Sicherheit für alle garantieren können.“ Niemand, so Widmann-Mauz weiter, wolle wieder zurück zu Zeiten von Massenarbeitslosigkeit und dem sozialen Abstieg der Mitte der Gesellschaft. Deshalb müsse man heute die Weichen für das Wachstum und den Wohlstand von morgen stellen. Das bedeute Investitionen in Bildung, Betreuung, Sicherheit und Infrastruktur.

Die Oberbayerin Ilse Aigner zeichnete ein positives Bild zum Zustand des Landes, dem es „in der Fläche, in der Breite und quer durch alle Gesellschaftsschichten besser geht“. Angesichts der hervorragenden Wirtschaftslage gehe es nun darum, dafür zu sorgen, dass alle Menschen an diesem Wohlstand teilhaben. Hart arbeitende Leistungsträger und Familien gelte es steuerlich zu entlasten und mit einem Baukindergeld zu unterstützen. Mit Blick auf die Renten warnte Aigner vor „linken Plänen, die Arbeit in Deutschland unbezahlbar und Unternehmer zum Feindbild machen“. Ein stabiler Arbeitsmarkt sei die wichtigste Voraussetzung für soziale Sicherheit und stabile Renten. Diesen Erfolgsweg würden CDU und CSU weiter beschreiten, indem sie Anreize für Investitionen wie Innovationen setzten und den Mittelstand wie das Handwerk von überflüssiger Bürokratie befreiten.

Während Ilse Aigner Rot-Rot-Grün ein „Maximum an Laissez-faire“ bei Fragen der Sicherheits- und Migrationspolitik vorwarf, machte sie deutlich, dass sich Deutschland in komplizierten Zeiten nicht aus der internationalen Verantwortung stehlen dürfe, wie es die Grünen und Linken bevorzugen würden. Dem Abschottungskurs von US-Präsident Trump gelte es selbstbewusst entgegenzutreten: „Die Qualität deutscher Produkte ist und bleibt in den USA hoch gefragt. Wir werden weiter das Gespräch suchen und notfalls hart verhandeln.“

Hart in der Sache will die CSU-Spitzenfrau mit der SPD umgehen. Die für die CDU erfolgreiche Landtagswahl im Saarland habe gezeigt, dass „die Menschen von uns gerade im Wahljahr konkrete Problemlösungen und klare Ansagen erwarten, welchen Kurs wir für unser Land einschlagen wollen.“ Demgegenüber stünden politische Kräfte, „die wie die SPD Ängste schüren, oder wie die AfD auf Wut setzen.“ Beides führe zur tieferen Spaltung der Gesellschaft. Aigner: „Mit verfehlten Konzepten der Vergangenheit gewinnt man nicht die Zukunft.“  Die stellvertretende bayerische Ministerpräsidentin fragte, „wie Martin Schulz seine unrealistischen Versprechungen finanzieren will, zumal er gleichzeitig die deutschen Steuerzahler für die Schuldenwirtschaft anderer Euroländer haftbar machen will.“  Ilse Aigner lieferte ihre Antwort: „Lasst uns unser Land mit einer bürgerlich geführten Regierung mit Angela Merkel und einer starken Union zusammenhalten und weiter voranbringen!“ Dafür  gab’s minutenlangen Beifall.

Zum Abschied erhielt die Rednerin etliche lokale Qualitätsprodukte. Darunter war ein Blutdruckmessgerät aus Jungingen. Letzteres empfahl Annette Widmann-Mauz ihrer Parteifreundin für mögliche „Wallungen“ in der nächsten Kabinettsrunde der Bayerischen Staatsregierung.

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