Bündnis für Energiewende am Start

Der Kreisverband Zollernalb von Bündnis 90/Die Grünen informierte im Hechinger "Museum" über die im Mai bevorstehenden Kommunalwahlen.

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Der Hechinger Abend reichte lange nicht für alle Themenschwerpunkte des kommunalen Wahlprogrammes der Grünen. Vier davon wurden diskutiert. Allen voran gestellt: Öffentlichkeit, Transparenz, Bürgerbeteiligung. Birgit Kruckenberg-Link, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Herrenberg und grüne Kreisrätin im Zollernalbkreis, machte anhand der "Mitmachstadt" Herrenberg deutlich, wie Bürger noch mehr an Entscheidungen beteiligt werden können. Die "Bürgerkommune" sei seit 2009 im Verwaltungshandeln verankert. Regelmäßige Informationen für die Bevölkerung, runde Tische mit Bürgergesprächen, ein Bürgertopf mit Geldern für Bürgerprojekte, die Ausbildung von Bürgermentoren, dazu eine professionelle Begleitung, waren die wichtigsten Aspekte. Erste Erfahrungen zeigten, dass sich die breite Bevölkerung einbringe.

Der Grünen liebstes Kind und das wichtigste Projekt des Planeten - die Energiewende - wurde von Klemens Jakob mit drei Eckpunkten skizziert: Zusammenarbeit, Begeisterung, Kommunikation. Zusammenarbeiten müssten Städte, Gemeinden, Ortschaften und das Land, Politiker aller Parteien, Energieversorger, Genossenschaften, Unternehmen und Bürger, um die Grundversorgung zu sichern. Schließlich läge der Beschluss für einen energieautarken Zollernalbkreis bereits vor. Man brauche begeisterte Bürger, die erkennen, dass es sich lohnt, Gewohnheiten und Werte für eine enkeltaugliche Welt zu wandeln. Dazu seien verständliche Infos und Fakten nötig statt Unwahrheiten, wie sie zum Teil gestreut würden. Der Termin für die Gründung eines aktiven Zollernalb-Bündnisses zur Umsetzung der Energiewende steht bereits fest: Am 4. April wird Gerhard Stryi-Hipp vom Fraunhofer ISE für eine Initialzündung zur Verfügung stehen.

Als eine Aufgabe des Gemeinwesens griff Almut Petersen vom Kreisvorstand das Thema Asyl auf. Ein menschenwürdiges Leben mit Möglichkeiten der Integration und Akzeptanz würde schon jetzt von verschiedenen Organisationen und Ehrenamtlichen angestrebt. Ein kreisweites Netzwerk solle gebildet werden, um die Verteilung von Flüchtlingen, deren Versorgung und Betreuung zu verbessern.

Die Kreisräte Konrad Wiget und Uwe Jetter nahmen sich der Dorf- und Stadtentwicklung an. Noch immer würde in Baden-Württemberg täglich eine Fläche versiegelt, die 15 Fußballfeldern entspricht. Die Grünen setzen sich stattdessen für eine innerstädtische und innerdörfliche Entwicklung mit Bürgerbeteiligung ein. Wiget berichtete als Ortsvorsteher von Stetten bei Haigerloch, wie dort alte Häuser im Ortskern von der Stadt aufgekauft, neue Flächen und so Bauplätze für zeitgerechte Bauformen geschaffen werden.

Gewählt wurden in die Delegierten zur Bundesdelegiertenkonferenz am Wochenende in Dresden. Der Kreisverband entsendet Almut Petersen und Erwin Feucht, um über das Europawahlprogramm und die Europaliste abzustimmen.

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