Boll möchte wieder einen Dorfladen

Weil Boll keinen Dorfladen mehr hat, regt der Ortschaftsrat den Kauf des Hauses neben dem Rathaus an. Dort könnte ein neuer Laden etabliert werden.

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In der Bürgerfragestunde zu Beginn der jüngsten Sitzung des Bollemer Ortschaftsrates fragten Interessenten nach dem aktuellen Stand in Sachen Neubaugebiet "Rosenäcker". Und sie erfuhren, dass für die Vergabe der Bauplätze vom Rat Richtlinien formuliert worden seien, die noch nicht öffentlich festgezurrt werden müssten - so Ortsvorsteherin Meta Staudt. Des Weiteren, erklärte sie, würde in den kommenden Wochen der Ankauf der Grundstücke durch die Stadt stattfinden. Die ehemals zwölf geplanten Bauplätze seien auf zehn reduziert worden. Diesem Angebot stünden 26 Bewerber gegenüber, die in den kommenden Wochen angeschrieben werden sollen, um zu erfahren, ob sie einen Bauplatz erhalten - oder nicht.

Nächstes Thema im öffentlichen Teil war die Bekanntgabe der im aktuellen Haushaltsplan berücksichtigten Projekte. So ist die Halle samt Einrichtung und Ausstattung mit drin. Der ehemalige Öltank der Halle soll als Wassertank weiter genutzt werden. Da dies in Eigenleistung möglich gemacht werden soll, hält die Stadt 3000 Euro bereit. Aufnahme gefunden hat natürlich auch der Unterhalt fürs Rat- und Feuerwehrhaus.

Ebenfalls aufgenommen ins Planwerk ist die Bollemer Leichenhalle. Hier soll noch ein Konzept zur weiteren Nutzung erarbeitet werden, dessen Umsetzung eventuell in zwei Abschnitten realisiert werden soll. Zum Straßen- und Wegeunterhalt werden zusätzlich 25000 Euro zur Beseitigung von Hochwasserschäden zur Verfügung gestellt.

Für die geplante Ortskernsanierung werden von der Stadt noch Fördermöglichkeiten abgeklopft. Die Ergebnisse werden dann an das Bollemer Gremium weitergegeben.

Für Maria Zell stehen Mittel zur Sanierung der Toiletten bereit. Bereits in den nächsten Wochen wird dem Holzwurm in der Wallfahrtskirche zu Leibe gerückt. Ebenso finden Sanierungsarbeiten am Dachstuhl, an den Türen und Fenstern statt. In die Finanzierung der Arbeiten bringt sich der Förderverein Maria-Zell aktiv ein.

Bekannt gab Orstvorsteherin Meta Staudt außerdem, dass es elf Antragsteller zur Förderung von Streuobstwiesen aus Boll gibt. Ein weiteres Thema: der Jugendraum. Hier soll im Außenbereich ein Mülleimer montiert werden, eine Überdachung des Eingangsbereichs bewertet der Ortschaftsrat als schwierig. Dafür kann die Jugendgruppe zur Umsetzung ihres Seniorennachmittags auf Geschirr aus der Halle zurückgreifen.

Eine Überdachung für den Defibrillator, der für die Öffentlichkeit an der Halle angebracht wird, soll nicht nur vor Regen, sondern auch vor Sonneneinstrahlung schützen.

Zuletzt kam das Gremium noch darauf zu sprechen, dass Boll keinen Dorfladen mehr hat. Ideal wäre es nach Meinung der Räte, wenn die Stadt das Gebäude neben dem Rathaus kaufen würde. Hier könnte es ein Gemeindehaus mit Einkaufsmöglichkeit im Erdgeschoss geben. Idealerweise. Allerdings bestehe derzeit noch kein Interesse seitens der Bevölkerung, eine Einkaufsmöglichkeit für die Bollemer anzubieten. Denkbar wäre dennoch auch nachzufragen, ob die Räumlichkeiten des alten Ladens angemietet werden könnten. Der Ortschaftsrat möchte das Thema Dorfladen auf alle Fälle im Auge behalten.

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