André Graff zeigt Bilder von indonesischen Außeninseln

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  • André Graff, der „Albert Schweitzer der Wasserversorgung“, an einer von ihm errichteten Wasserversorgungsstelle im Zentrum eines 400-Einwohner-Dorfes nahe der Nordküste Sumbas. 1/3
    André Graff, der „Albert Schweitzer der Wasserversorgung“, an einer von ihm errichteten Wasserversorgungsstelle im Zentrum eines 400-Einwohner-Dorfes nahe der Nordküste Sumbas. Foto: 
  • André Graff. 2/3
    André Graff. Foto: 
  • Dr. Martin Baier. 3/3
    Dr. Martin Baier. Foto: 
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Zugang zu sauberem Trinkwasser ist nicht nur ein menschliches Grundbedürfnis, sondern ein grundlegendes Menschenrecht“, so die eindringlichen Worte des ehemaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan. Einer, der sich den Aufbau einer Solar-Wasserversorgung im „Armenhaus Indonesiens“, der christlichen Insel Sumba vor Australiens Nordküste, zur Lebensaufgabe gemacht hat, ist André Graff. Der 55-Jährige, ein ehemaliger Heißluftballon-Pilot und Flugorganisator aus dem Elsass, leistet damit Pionierarbeit auf der immer  wieder von Dürrekatastrophen und Hungersnöten heimgesuchten Insel.

Seit sechs Jahren wird Graff in seinen Bemühungen unterstützt vom Hechinger Freundeskreis Indonesisches Außeninseln (FIA). Wo er kann, rührt Dr. Martin Baier, Gründer und Vorsitzender des FIA, die Werbetrommel für Graffs effektives und von großem persönlichen Einsatz geprägtes Entwicklungshilfekonzept, und sammelt dafür Spenden.

Graff, der oft als „Albert Schweitzer Lamboyas“ bezeichnet wird, ist zur Zeit in Mitteleuropa unterwegs, um seine Sponsoren zu besuchen. Auch in Hechingen wird Graff am 15. und 16. Februar erneut zu Gast sein.

Zusammen mit dem 82-jährigen evangelischen Pfarrer i. R., Ethnologen und Dozenten Martin Baier, wurde André Graff von der Menschenrechtsorganisation Watch Indonesia nach Berlin eingeladen, um dort bereits am 14. Februar einen Vortrag über die Wasserversorgung in Savu und Sumba zu halten. Graffs Zeitplan ist eng gestrickt, weiß Baier, und auch finanzielle Erwägungen spielen eine Rolle, aber die Einladung von Watch Indonesia wäre natürlich „für die Bekanntmachung unseres Vereins und unserer Projekte eine günstige Gelegenheit“. Deshalb hoffe er, dass die Vortragsveranstaltung in Berlin zustande kommt.

Gleich nach Berlin haben Interessierte in Hechingen und Umgebung die Gelegenheit, André Graff kennenzulernen und seine Digital-Diaschau über die Dürrekatastrophen und seine humanitären Einsätze für eine effektive Wasserversorgung der notleidenden Bevölkerung Sumbas zu sehen: Am Donnerstag, 16. Februar, um 10.30 Uhr findet die Vortragsveranstaltung statt. Veranstaltungsort ist, weil der Termin in der Fasnetszeit liegt, nicht wie sonst Hechingen, sondern diesmal im protestantischen Mössingen, und zwar in der Dreifürstensteinschule. Die Schule der KBF für Schüler mit und ohne Körperbehinderung zählt zu den Unterstützern des FIA. Weil das Hausrecht bei der Scule liegt, sollten sich Interessierte auch bei der Schulleitung zu dem Vortrag anmelden (Tel.: 07473/377302).

Bereits in Planung ist Baiers nächste Südostasienreise ab 1. März. André Graff wird Baier auf Sumba und eventuell auch auf der Vulkaninsel Savo bei seinen Besichtigungen und Prüfungen der verschiedenen FIA-Hilfsprojekte begleiten. Die geplanten Fahrten werden bei Graffs Besuch in Hechingen besprochen und vorbereitet. Baiers Reisen ans andere Ende der Welt, um dort seinem humanitären Engagement nachzugehen, werden selbstverständlich nicht aus Spendengeldern, sondern ausschließlich privat finanziert.

Wie schon so oft zuvor, dankt Baier auch an dieser Stelle „vielmals für die jahrelange Unterstützung durch Spenden für André Graffs Engagement im Armenhaus am Ende der Welt“. Graffs Arbeit ist nicht hoch genug einzuschätzen, denn wie Kofi Annan sagt: „Sauberes Trinkwasser und Zugang zu sanitären Anlagen sind maßgeblich für die körperliche und soziale Gesundheit. Daher sehe ich verschmutztes Trinkwasser nicht nur als unmittelbare Gefährdung für die Gesundheit, sondern als direkten Angriff auf die Menschenwürde an.“

Martin Baier verbrachte seine ersten Jahre als Sohn eines Missionars auf Borneo. Nach seiner Ausbildung zum württembergischen Pfarrer ging Baier von 1965 bis 1974 nach Indonesien. In den 90er-Jahren, als Pfarrer in Truchtelfingen auf der Alb, gründete Baier den Verein Freundeskreis Indonesische Außeninseln (FIA). Spendenkonto: Volksbank Albstadt 30115000, BLZ 653 901 20; IBAN: DE77 6539 0120 0030 115000; BIC: GENODES1EBI

Das Pilotprojekt von André Graff auf Sumba mit etwa 600 000 größtenteils christlichen Inselbewohnern hat das Ziel, die ärmsten Dörfer mit Solarpumpen, Tanks und Wasserleitungen ausstatten. Partner auf Sumba sind evangelische Kirchen.

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