Bechtoldsweiler bittet in den Planwagen

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Bechtoldsweiler hat den Anfang gemacht: Die Kommission zum Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" schaute sich im Ort genau um und wurde dann im Bürgerhaus ausführlich informiert.  Foto: 

Hätte Bechtoldsweiler noch seinen Genossenschaftsladen, eine Auszeichnung im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wäre der Einwohnerschaft absolut sicher. Aber auch ohne dieses Vorzeigemodell hat der Hechinger Stadtteil noch genügend Vorzüge und treffliche Beispiele für Zusammenhalt. Und das brachten die Bechtoldsweilermer der Kommission auf so unterhaltsame wie informative Art und Weise näher.

So stürmisch das Wetter auch war, so begeistert war die sechsköpfige Expertenrunde nach der Stippvisite von Bechtoldsweiler und seinen Einwohnern. Es habe allen Beteiligten großen Spaß gemacht, ließ der Sprecher der Kommission, Stephan Eckardt vom Regierungspräsidium Tübingen, wissen. Die Präsentation des Dorfes nannte er toll und professionell. Wie wahr. Denn die Arbeitsgemeinschaft hatte  den Ort auf eher ungewöhnlichem Wege vorgestellt. Es gab keinen Fußmarsch, aber auch keine Tour im Busle. Die Besucher nahmen Platz in einem Planwagen. Der wurde allerdings nicht von Pferden gezogen, sondern von einem Oldtimer-Traktor, den Walter Haag steuerte. Damit wurden dann die einzelnen Anlaufstellen bequem und regensicher abgeklappert. Die Rundfahrt war offenkundig minutiös geplant: Pünktlich auf die Minute traf man wieder beim Bürgerhaus ein.

Hinter der Kommission lagen etliche Stationen: die Kirche, der Spielplatz, der Jugendraum und das Feuerwehrhaus und auch noch das Neubaugebiet „Am Lindenberg“. Halt gemacht wurde ebenfalls beim Obst- und Gartenbauverein. Dort gab es eine  Führung durch die Anlage – und das obligatorische Schnäpsle, natürlich ein selbst hergestelltes.

Auf die Vereine kann man zählen

Dass man auf die Vereine und Gruppen von Bechtoldsweiler zählen kann, wurde ein weiteres Mal deutlich gemacht bei der Runde im Bürgerhaus. Dort stellten die beiden Narrenvereine ihr Häs vor. Dekoriert hatte die gute Stube des Stadtteils der Jugendclub, der just am zurückliegenden Samstag sein 20-jähriges Bestehen gefeiert hatte. Als Geschenk an die Gemeinde hatte es Obstbäume gegeben, die am Mittwochnachmittag wiederum für frisches Grün sorgten. Dazu gab’s kreative Kunst zu sehen – Bechtoldsweiler hat was vorzuzeigen, das weiß man auch von den Neujahrsempfängen.

Alle Einwohner waren eingeladen gewesen, sich in der Arbeitsgruppe für den Dorfwettbewerb zu engagieren. Das ließen sich viele nicht zweimal sagen.  Auch in der Ferienzeit hatte sich die Runde regelmäßig getroffen und das informativ-unterhaltsame Konzept erarbeitet. Das Ergebnis: Bechtoldsweiler ist ein Dorf, in dem sich aller Generationen wohlfühlen.

Aufgetischt wurde den Besuchern Kranzbrot, Brezeln und Kaffee. Dazu erzählte Roland Ling über die Siedlungsentwicklung, und Gerhard Berreth zeigte die passenden Bilder dazu  mithilfe einer umfassenden Powerpoint-Präsentation. Die Kommissionsmitglieder waren, und das spürte man deutlich, begeistert. Lob für die Vorstellung gab es  an alle Beteiligten auch von Ortsvorsteher Günther Konstanzer. Der Rathauschef würdigt die Nebeneffekte des Dorfwettbewerbs: In der Arbeitsgruppe hätten sich sehr viele engagierte Mitbürger erfolgreich eingebracht und damit ein weiteres Mal den großen Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft demonstriert.

Der rein zufällig ebenfalls in Bechtoldsweiler lebende Erste Beigeordnete würdigte den Stadtteil gleichfalls: Philipp Hahn nannte das ehrenamtliche Engagement im Ort beispielhaft.

In etwa einer Woche werden die Bechtoldsweiler Bescheid bekommen aus Tübingen. Das wird spannend: Nur zwei von insgesamt sieben Teilnehmern des Regierungspräsidiums Tübingen kommen weiter.

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