Bald dürfen auch Kinder Ausgräber sein

Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter dem Förderverein Römisches Freilichtmuseum Stein. Vor allem das Römerfest sorgte für eine positive Bilanz. In diesem Jahr stehen erneut zahlreiche Termine im Kalender.

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Die Führungsmannschaft des Fördervereins Römisches Freilichtmuseum Stein um den immer und überaus rührigen Vorsitzenden Gerd Schollian (Fünfter von rechts) hofft auch fürs Jahr 2015 auf eine erfolgreiche Museumssaison.  Foto: 

Die Vorjahressaison ist in der Villa rustica sehr erfreulich verlaufen. Dies stellte Gerd Schollian, der Vorsitzende des Fördervereins, bei dessen Hauptversammlung fest. Nicht nur das Römerfest mit Tausenden Besuchern, sondern auch die übrigen Veranstaltungen konnten als große Erfolge verbucht werden.

Auf der einen Seite steht die gute Besucherresonanz, auf der anderen aber der stetig steigende Aufwand, der die Vereinsmitglieder und ehrenamtlichen Helfer vor große Herausforderungen stellt. Dazu kommt, dass die Mitgliederzahl im Verein zurückgeht. Eingeschrieben sind 367 Namen. Der Altersdurchschnitt ist hoch: "Es wird immer schwieriger, junge Menschen zu gewinnen", bedauerte Schollian, der aber betonte, dass auf der Anlage von den Helfern sehr viel bewegt werde.

Wegen der hohen Arbeitsbelastung waren Umstrukturierungen im Kiosk und beim Führungspersonal nötig. Rund 90 000 Euro sind jedes Jahr notwendig, um das Museum erfolgreich betreiben zu können. "80 Prozent müssen wir selbst aufbringen, mein Dank geht deshalb an alle, die uns unterstützen", sagte Gerd Schollian. Die Suche nach Sponsoren soll weiter vorangetrieben werden.

In diesem Jahr wird die Substanzerhaltung im Vordergrund stehen. Pünktlich zur neuen Saison ist ein Kurzführer erschienen, der kompakt Informationen rund um die Villa rustica bietet. Das Jahresprogramm bietet wieder jede Menge interessante Veranstaltungen, die vor allem Familien ansprechen sollen. Ein großes Römerfest wird es erst wieder im August 2016 geben.

Kassierer Dr. Hans-Dieter Lehmann vermeldete vor allem dank des Römerfestes eine positive Finanzlage und sprach von einem überaus guten Jahr.

Der wissenschaftliche Leiter der Anlage, Dr. Stefan Schmidt-Lawrenz, stellte die Grabungsprojekte vor, an denen sich Forscher des Landes beteiligen und deren Ergebnisse immer wieder Überraschungen bereithalten. Als Erfolg wertete er, dass hinter dem Kiosk ein zusätzliches Gebäude errichtet wurde, das größeren Gruppen Unterkunft bietet. Die geplante Ausgrabungsstätte für Kinder ist fast fertig. 2015 soll die Rekonstruktion des Tempelbezirks vorangetrieben werden.

Die Entlastung des Vorstands führte Ortsvorsteher Klaus Schetter herbei. Er freute sich über die positive Bilanz und sprach dem Förderverein seinen Dank aus.

Bei den Wahlen wurde Gerd Schollian einstimmig als Vorsitzender bestätigt. Stellvertretender Vorsitzender ist statt Dieter Haug, der nicht mehr kandidierte, nun Johannes Ilg. Kassierer bleibt Hans-Dieter Lehmann, der ebenso bestätigt wurde wie Schriftführerin Iris Kappler. Beisitzer bleiben Nicole Dehner-Schollian, Walter Neidhart-Keuler, Willi Pooch, Bernd Brunner und Stefan Schmidt-Lawrenz. Als Beisitzer ausgeschieden sind Dr. Gudrun Gampe und Karl-Heinz Bokeloh. Sie werden durch Dieter Haug und Sabrina Schetter ersetzt.

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