Aviona: Abriss und Neubau möglich

Das Aviona-Wohnheim für Flüchtlinge könnte bald abgerissen und neu gebaut werden. Diese Idee wird zwischen Stadt und Landkreis diskutiert.

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Grau, unfreundlich: Dass im "Aviona" etwas passieren muss, ist klar. Archivbild  Foto: 

Die Aviona-Bewohner vorübergehend im Krankenhaus unterbringen, das alte Gebäude abreißen und ein neues, besseres aufbauen: Mit diesem Gedanken spielen Landrat Günther-Martin Pauli und Bürgermeisterin Dorothea Bachmann. Gleichzeitig betonen beide, dass es sich noch um eine reine Idee handelt - Gremien wie Gemeinderat und Kreistag seien noch nicht gefragt worden und entscheiden in dieser Frage selbstverständlich mit.

"Heruntergekommen, unfreundlich": Dass die Hechinger Gemeinschaftsunterkunft "Aviona" in der Runkellenstraße im jetzigen Zustand keine Zukunft hat, darin sind sich laut Bürgermeisterin Bachmann "alle einig". Die Frage nach einer Sanierung oder einem Abriss wird schon seit langem diskutiert. Auch beim gestrigen Rundgang durch die Bea im Hechinger Krankenhaus tauchte sie auf.

Landrat Günther-Martin Pauli äußerte den Gedanken, die Flüchtlinge aus dem "Aviona" vorübergehend in der Unterkunft in der Weil-heimer Straße unterzubringen, wenn die Bea dort wieder geschlossen wird. Wohnungen könnten als zusätzliche Ausweichunterkünfte dienen. Dann könnte das Gebäude in der Runkellenstraße "rückgebaut" werden.

Als Ersatz könnte man über eine "Projektlösung wie in Tübingen neben dem Landratsamt nachdenken", findet Günther-Martin Pauli. Dort wird in drei Gebäuden Wert auf kleine, private Wohneinheiten gelegt. "Man könnte überlegen, ob so eine Idee hier reinpasst."

Bürgermeisterin Bachmann hatte sich auf Anfrage Paulis überlegt, dass in der zentralen Runkellenstraße eine Unterkunft, die von viel Grün umgeben ist, den Betonklotz Aviona ersetzen könnte. Thorsten Müller, Leiter des Rechts- und Ordnungsamts, vermutet: "Die Anwohner würden sich auch freuen." Wohnen könnten dort wieder 100 bis 120 Menschen, eine ähnliche Kapazität wie die jetzige Unterkunft.

Bachmann findet die Idee, die Aviona-Bewohner während des potenziellen Neubaus vorübergehend im Krankenhaus unterzubringen, "ideal".

Auch wenn die Überlegungen für das Aviona-Wohnheim laut Müller "überhaupt nicht" konkret seien, stehen sie in Zusammenhang mit der Bea derzeit an, findet die Bürgermeisterin. Denn, so Bachmann: "Das Aviona darf nicht vergessen werden."

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