Ausnahmen möglich

Grün und Schwarz gegen Grün-Rot: Die Kreisjägervereinigung und die CDU Hechingen laden heute zu einem Diskussionsabend über die Wildfütterung.

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In diesem Winter war das Thema bislang keins. Aber das kann ja noch kommen: Wenn erst Väterchen Frost in den hohenzollerischen Wäldern regiert, chauffieren die Frauen und Männer im grünen Gewand wieder jede Menge Nahrhaftes in den Forst, um Reh, Hirsch & Co. zu kräftigen.

Mit der seit Ewigkeiten praktizierten Wildtierfütterung soll es aber bald ein Ende haben: Die Grün-Rote Landesregierung will im Rahmen des neuen Landesjagdgesetzes das Verabreichen von zusätzlicher Nahrung abschaffen. Das ist zumindest angekündigt. Letzte Klarheit dürfte der Entwurf zur Gesetzesänderung bringen, den das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz für den Beginn dieses Jahres angekündigt hat.

Bis dahin bringen die baden-württembergischen Jäger ihren Verdruss über die Landesregierung deutlich zum Ausdruck. Mit dabei ist die Kreisjägervereinigung Hechingen, die am heutigen Donnerstag ab 19 Uhr zusammen mit dem CDU-Stadtverband Hechingen zum Diskussionsabend ins "Museum" einlädt. Als Referenten agieren dabei Kreisjägermeister Walter Greff und der Hechinger-Münsinger CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Wilhelm Röhm.

Walter Greff hat, wie am Samstag in der HZ berichtet, eine Lanze gebrochen für die Wildfütterung. Sie sei insbesondere in nahrungsarmen Zeiten ein notwendiges Instrument und eine echte Leistung für den Tierschutz. Greff verlangt, dass die politischen Entscheider mit den Jägern reden, sie seien die Hauptbetroffenen und müssten mit dem neuen Gesetz umgehen.

Nachdem die Jäger seit Wochen im ganzen Land Sturm laufen, scheint sich ein Kompromiss abzuzeichnen: Es soll Ausnahmen in langen und harten Wintern und in den Hochlagen geben. Zuvor jedoch soll versucht werden, die Winterruhe der Tiere durch ein Wegegebot zu sichern: Draußen bleiben vom Wald sollen Langläufer, Wanderer - und auch die Jäger.

Da wird sich der Nabu freuen: Die Naturschützer begrüßen das neue Gesetz und verlangen im Winter eine längere Zeitspanne der vollkommenen Jagdruhe.

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