Widmaier billigt „Hohwacht“ weiterhin als Vorranggebiet

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Geschlossenheit herrschte am Dienstag bei der Verwaltungsgemeinschaft Hechingen-Rangendingen-Jungingen.  Foto: 

Rangendingens Bürgermeister Johann Widmaier wiederholte in der Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft Hechingen-Jungingen-Rangendingen am Dienstagabend den von seinem Gemeinderat am 20. März gefassten Beschluss in Sachen Windkraft: Um mögliche weitere Gebiete (in der Summe waren es einmal drei) auf der Gemarkung Rangendingen aus der Planung heraus zu halten, billigt er die „Hohwacht“ als Vorranggebiet. Wohl darum wissend, dass sich nach Haigerloch auch dort „GegenWind“ formiert – und am Donnerstag, 4. Mai, zu einem Informationsabend ins Rangendinger Sportheim eingeladen wird.

Seit den Anfängen der Planung – 2012 – erläuterte Widmaier, habe sich einiges geändert. Anders als damals seien Windkraftanlagen heute privilegierte Vorhaben, die überall möglich seien – ohne zwingend verhindert werden zu können. Eine sogenannte Verhinderungsplanung nämlich sei nicht rechtens. Vor diesem Hintergrund sei die Starzelgemeinde angehalten, ein Gebiet festzulegen – mit dem Effekt, andere auszuschließen. Davon profitiert im Übrigen auch Weilheim. Ob es im Vorranggebiet „Hohwacht“ Privatbesitz gibt, wollte das Hechinger Mitglied Werner Schmidt wissen – was der Rangendinger Verwaltungschef bejahte. Das ist insofern nicht uninteressant, als nicht auszuschließen ist, dass sich Privatpersonen – weil finanziell lukrativ –  finden könnten, die ihren Grund für den Bau eines Windrades gerne zur Verfügung stellen – wenn sich denn die Gemeinde „ausklinkt“.

Am Schluss der Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft stand der Verweis auf die bestehenden Beschlüsse der drei Kommunen zur Aufstellung des Teilflächennutzungsplans Windkraft vom März 2012.

Die Stiftung Lebenshilfe Zollernalb plant in Kooperation mit dem Verein für gemeindenahe Psychiatrie in Balingen, dem Vinzenz-von-Paul-Hospital in Rottweil und der Bruderhausdiakonie in Reutlingen in Hechingen ein gemeindepsychiatrisches Zentrum zu bauen. Dazu bedarf es einer Änderung des Flächennutzungsplanes von 2004 im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplans „Martinstraße II“. Eine Grünfläche soll zum Sondergebiet Stiftung Lebenshilfe Zollernalb werden.
Diesem Wunsch aus der Stadt Hechingen schlossen sich die Mitglieder der Verwaltungsgemeinschaft aus Rangendingen und Jungingen am Dienstagabend einstimmig an.

Wahlen Dorothea Bachmann, Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft, hat jetzt mit ihren Bürgermeisterkollegen Johann Widmaier, Rangendingen, und Harry Frick, Jungingen, zwei offizielle Stellvertreter.

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