Aus dem Shtetl

Lieder und Geschichten aus dem Shtetl präsentiert an diesem Dienstag, 27. Mai, ab 20 Uhr in der Alten Synagoge zum zweiten Mal Ernst Konarek.

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Der Synagogen-Verein hat erneut den von seinen Auftritten im "Tatort" und in zahlreichen Fernsehfilmen bekannten Schauspieler und Regisseur Ernst Konarek zu Gast. Im Vorjahr begeisterte er in der Synagoge durch seine Lesung der bekannten Schnitzler-Novelle "Leutnant Gustl".

Der aus Wien stammende Künstler, der 1988 bis 2010 am Stuttgarter Staatstheater festes Ensemblemitglied war, wird sich diesmal der schillernden Welt des jüdischen Shtetls widmen. Zusammen mit Joel Berger und der Wissenschaftlerin Salcia Salzmann hat Konarekt die reiche Literatur des Ostjudentums studiert und wird Ausschnitte aus Werken von Joseph Roth, Scholem Alejchem und Edgar Hilsenrath bringen. Konarek rezitiert und singt und wird von Ernst Kies am Akkordeon begleitet. Man erfährt von Gestalten wie den "Luftmenschen", den Heiratsvermittlern, den Schnorrern und Wasserträgern.

Seit der Vernichtung durch die Nazis lebt das jüdische Shtetl Ostgaliziens nur noch in der Erinnerung. Was die Propaganda als traurig, schmutzig und verkommen darstellte, war in Wahrheit bunt und voller Leben. Man sang, erzählte sich Geschichten, feierte Hochzeiten und gebar Kinder, lebte und starb. Die Kritiken zu Konareks Auftritten stellen dessen brillante Fähigkeit heraus, sich in das Leben seiner Protagonisten vollkommen hineinzudenken.

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