Aufeinander verlassen können

Eine reiche Essensauswahl, gute Stimmung und Gummi-Enten auf der Starzel: Der Jugendtreff Stein feierte sein 40-jähriges Bestehen mit einem sehr gelungenen Fest - und bei idealem Wetter.

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    Die Jugendtreffler konnten sich über ein gelungenes Fest freuen. Fotos: Leonie Maschke
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    Bei diesem (Kuchen-)Angebot blieben keine Wünsche offen.
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Bereits am Samstagnachmittag hatten einige Dorfbewohner den Weg ins Festzelt des Jugendtreffs Stein gefunden und dort die schwere Wahl zwischen frischem selbstgemachten Kuchen und knackiger Bratwurst.

"Erfahrungsgemäß kommt am Abend nochmal ein Schwung an Leuten rein", sagt Marcel Oesterle, Vorsitzender des Jugendtreffs Stein. "Viele ehemalige Mitglieder werden auch noch kommen", gab er sich vorfreudig.

Auf vier Jahrzehnte Geschichte kann der Jugendtreff Stein in diesem Jahr zurückblicken: 1973 wurde er in der St. Antoniusstraße gegründet und sollte sich nicht nur zu einem Treffpunkt für Jugendliche entwickeln, sondern auch zu einer in den Ort gut eingebundenen Institution. Der Verein selbst wurde jedoch erst vor sechs Jahren gegründet, wie Oesterle erzählt.

"Es gab keinen Vorstand oder etwas Vergleichbares. So fühlte sich nie jemand für etwas wirklich verantwortlich, und es fehlte auch ein direkter Ansprechpartner. Durch die Gründung des Vereins und die Wahl eines Vorstandes hat sich das geändert." Oesterle selbst ist seit drei Jahren im Amt und lobt die gute Zusammenarbeit der Jugendlichen untereinander. "Man kann sich einfach aufeinander verlassen", sagt er. "Natürlich gibt es einen harten Kern, der immer dabei ist, aber eigentlich packt jeder mal mit an, und es macht ja auch Spaß, solche Veranstaltungen zu organisieren und auszurichten."

So herrschte sowohl bei den Gästen als auch bei den Jugendlichen im Zelt gute Stimmung. Mit dem Fest wollte der Jugentreff aber nicht nur sich selbst feiern: "Wir möchten an diesem Fest das ganze Dorf teilhaben lassen und uns auch für das gute Miteinander bedanken", sagt Oesterle.

Der Samstagnachmittag bot mit einem fast wolkenlosen Himmel und sommerlichen Temperaturen die idealen Voraussetzungen für ein Jubiläumsfest. Kaum vorstellbar: Vor einer Woche wäre das Festzelt, das neben der Starzel aufgebaut war, noch vom Hochwasser bedroht gewesen.

"Wir hatten wirklich Glück", sagt Oesterle. "Am Anfang des Jahres wollten wir das Jubiläumsfest bereits letztes Wochenende steigen lassen, haben uns dann aber umentschieden. Sonst wäre alles sprichwörtlich ins Wasser gefallen."

Auch das Gummi-Enten-Rennen auf der Starzel wäre so wohl nicht möglich gewesen. Doch schließlich konnten zahlreiche der kleinen Plastik-Gesellen die ruhig dahinfießende Starzel hinunter schwimmen und ihrem Besitzer einen Verzehrgutschein oder einen Wurstkorb bescheren.

Eine befreundete Band des Jugendtreffs sorgte für die musikalische Umrahmung, wobei bei der Song-Auswahl alle Alterklassen auf ihre Kosten gekommen sein dürften.

Wer nach dem langen Nachmittag des Schlemmens noch etwas Puste übrig hatte, konnte sich am Abend in den Barbetrieb im Jugendraum stürzen.

Eine Fotoshow bot Einblicke in die Geschichte der letzten 40 Jahre und ließ sicherlich bei manchem ehemaligen Mitglied des Jugendtreffs Stein nostalgische Gefühle aufkommen.

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