Anne Kohler aus Rangendingen tritt bei Deutschen Meisterschaften an

In zwei Wochen ist es soweit: Die 17-jährige Anne Kohler geht bei den Deutschen Meisterschaften für den Schützenverein Rangendingen an den Start.

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Hoch konzentriert und routiniert schießt sie einen Zehner nach dem anderen. Dennoch hat sich die B-Jugendliche Anne Kohler aus Rangendingen für ihre bereits dritte Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften der Sportschützen in München keine Ringzahl gesetzt, die sie unbedingt erreichen möchte. Sie lässt die Wettkämpfe vom 27. bis 29. August einfach auf sich zukommen – ihr Trainingspensum hat sie dennoch von zwei auf drei Einheiten pro Woche erhöht. Um absolut fit zu sein.

Immer an ihrer Seite, auch am Meisterschaftswochenende in der bayerischen Landeshauptstadt: ihre Trainer Dietmar Schmid und Ralf Dieringer. Letzterer betreut Anne Kohler seit vier Jahren, Dietmar Schmid, seit 16 Jahren Trainer beim Rangendinger Schützenverein, begleitet die 17-Jährige seit ihrem ersten Schießtraining im Alter von neun Jahren.

Was sich die beiden Coaches für ihren Schützling bei den Deutschen Meisterschaften wünschen? Dass sie ihr „hohes Leistungsniveau“ bestätigen kann. Alles darüber hinaus, sagt Ralf Dieringer, sei eine „Dreingabe“.

Von welchem Leistungsniveau sprechen wir denn da? Von 530 Ringen in der Disziplin Kleinkaliber 3 x 20 (im Liegend-, Knieend- und Stehendanschlag je 20 Schuss auf die 50 Meter entfernte Scheibe) sowie von 570 Ringen bei 60 Schuss mit dem Kleinkalibergewehr liegend auf 50 Meter. Diese Zahlen sprechen bei einer maximal erreichbaren Punktzahl von 600 für sich!

Für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert hat sich die Rangendinger B-Jugendliche mit ihren guten Ergebnissen bei den Landes- meisterschaften in Esslingen und Stuttgart-Häslach. Konstant gut schießt Anne Kohler außerdem in den Rundenwettkämpfen – hier auch mit dem Luftgewehr stehend auf zehn Meter.

Ihr Talent wurde früh entdeckt und wird seither konsequent gefördert. Wie sie überhaupt zum Schießsport kam? Über ihren sechs Jahre älteren Bruder Dennis, der wie sie bis heute dem Schützenverein Rangendingen als aktives Mitglied angehört. Im Alter von zwölf Jahren trat sie bei Kreismeisterschaften erstmals in den Wettkampf. Bei ihren beiden früheren Teilnahmen an den Deutschen Meisterschaften wurde sie in einem Jahr als die beste Schützin ihrer Altersklasse aus Württemberg geführt.

Über das Schießen hinaus ist Anne Kohler sportlich nicht aktiv. Kein Konditionstraining und auch kein mentales Training – die 17-Jährige schießt „nur“. Wie sie im Wettkampf die Ruhe behält? „Nervös bin ich schon“, sagt sie, „aber ich kann mich trotzdem gut fokussieren“. Ihre Leistungen bestätigen das eindrücklich.

Und natürlich ist die Rangendingerin interessiert, wie sich die Profis unter den Schützen im Wettkampf – und wie aktuell bei Olympia in Rio – schlagen. So hat Anne Kohler der deutschen Sportschützin Monika Karsch am Dienstag die Daumen gedrückt – und sich mit ihr über die Silbermedaille gefreut.

Der 17-Jährigen die Daumen drücken werden in München neben den beiden Trainern die Familie und ein Dutzend Schlachtenbummler aus den Reihen des Rangendinger Schützenvereins. „Gut Schuss“ also.

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