Amt an der Spitze bleibt frei

Ohne Vorsitzenden muss vorerst der Tennisclub Rangendingen auskommen. Jochen Beuter stellte sein Amt zur Verfügung. Viel Arbeit wartet am hochwassergeschädigten Sportheim.

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Der Tennisclub kann auf keinen kompletten Vorstand bauen (v.l.): der 2. Vorsitzende Christian Herrmann, Jakob Strobel (er wurde für 20 Jahre aktive Vereinszugehörigkeit geehrt) und Marlene Groiss (seit 30 Jahren aktiv dabei). Jochen Beuter (r.) hatte sich nicht mehr zur Wiederwahl als Vorsitzender gestellt. Ein Nachfolger konnte nicht gefunden werden.  Foto: 

Die Hauptversammlung des Tennisclubs Rangendingen am Freitag hatte es in sich: Zum einen verlief die Suche nach einem neuen Vorsitzenden ergebnislos. Amtsinhaber Jochen Beuter hatte sich nicht mehr zur Wiederwahl gestellt. Andererseits beschäftigten sich die Mitglieder mit der Clubheim-Sanierung.

In seinem letzten Tätigkeitsbericht als Vorsitzender ging Jochen Beuter nicht nur auf die Clubheim-Sanierung ein, auch der sportliche Bereich war für ihn ein wichtiges Thema. Wie zu hören war, wurde die Verbandsspielrunde mit sechs Mannschaften bestritten. Trotz des Abstiegs der Damenteams von der Oberliga in die Staffelliga bezeichnete Beuter den übrigen Verlauf der Saison als "zufriedenstellend".

Laut Sportwartin Nadine Mesam sicherte sich die Herren-Ü30-Mannschaft mit dem dritten Platz den Klassenerhalt in der Staffelliga. Neu wird zu Saisonbeginn der Zusammenschluss der Rangendinger Damen mit denen des Tennisclubs Trillfingen in Form von Spielgemeinschaften sein. Zwei solcher Spielgemeinschaften werden für die bevorstehenden Spiele gemeldet. Systemtechnisch, so Jochen Beuter, werden Spielgemeinschaften als eigene Vereine gewertet. Die Herren-Ü30-Mannschaft sowie die Hobbydamen komplettieren den aktiven Bereich.

Jugendleiter Guido Brunner informierte, dass die Sommerrunde 2014 mit vier Jugendmannschaften bestritten wurde. Mit Start der kommenden Verbandsspiele wird auch im Jugendbereich eine Kooperation (Gründung von Spielgemeinschaften) mit dem Tennisclub Trillfingen eingegangen. Acht gemeinsame Kinder- und Jugendmannschaften kommen so zustande. Kassierer Roland Merkel muss ein Großteil der Vereinsrücklagen in die Finanzierung der Eigenleistungen für die Clubheim-Sanierung einfließen lassen. Er wie auch die übrige Vorstandsmannschaft wurde einstimmig entlastet.

Der Rückzug von Jochen Beuter kam nicht ganz überraschend. Mehrfach hatte dieser im Vorfeld der Hauptversammlung in Vorstandssitzungen seinen Kandidaturverzicht angekündigt. Er ließ sich auch in der Mitgliederversammlung davon nicht abbringen.

Niemand war für die Besetzung dieses wichtigen Amtes zu gewinnen. Der stellvertretende Vorsitzende Christian Herrmann muss nun erst einmal den Tennisclub leiten.

Fruchtlos war auch die Suche nach Bewerbern für die Ämter des Schriftführers und des Leiters Wirtschaftsbetrieb. Diese beiden Positionen sind schon seit mehreren Jahren unbesetzt. In ihren Ämtern bestätigt wurden die Sportwartin Nadine Mesam und zweiter Beisitzer Frank Eberhard.

Für Jochen Beuter ist es wichtig, mehr Mitglieder für den Tennisclub zu gewinnen, um später die Lücken im Vorstand schließen zu können. Derzeit hat der Verein 160 Mitglieder, davon 98 aktive.

Hochwasserschutzwall rund ums Vereinsgelände

Aufbruch Der Tennisclub Rangendingen befindet sich in Aufbruchsstimmung. Die Mitglieder wollen die Sanierung des hochwassergeschädigten Clubheims zügig angehen. Kosten: 133 200 Euro.

Sanierung Den Bauarbeiten am Clubheim im Auchtert steht nichts mehr im Weg. Die Mitglieder gaben in der Hauptversammlung im "Rössle" ihr Einverständnis. Bereits am kommenden Samstag beginnen die Sanierungsarbeiten mit dem Ausräumen des Clubheims. Ist das geschehen, rücken schon die ersten Handwerksfirmen an. Die Pläne sehen vor, die in holzständerbauweise errichteten Außenwände in der Höhe vom Boden bis zur Unterkante der Fenster herauszutrennen und durch einen Beton-Sockel zu ergänzen. Ein Hochwasserschutzwall um das Vereinsgelände herum wurde bereits angelegt. Lothar Dreher und Karl Leis erklärten sich bereit, die interne Bauleitung zu übernehmen. Wie weiter zu hören war, könnte das Clubheim möglicherweise noch dieses Jahr fertig werden.

Finanzierung Auch die Finanzierungsfrage scheint geklärt zu sein: 81 000 Euro aus Versicherungsleistungen und 44 370 Euro als Zuschuss aus dem Hochwasserentschädigungsfonds, zwischenfinanziert durch die Gemeinde. Auf den Tennisclub kommt eine Eigenbeteiligung von 7830 Euro zu. Einstimmig gaben die Mitglieder ihre Zustimmung. "Eine solch günstige Gelegenheit werden wir niemals mehr bekommen", war als Tenor mehrfach zu hören. Der bisherige Vorsitzende Jochen Beuter freute sich über die große Unterstützung "die aus dem ganzen Ort kommt". Obwohl er bei den Vorstandswahlen sein Amt zur Verfügung stellte, sicherte er seine Mitarbeit für einen reibungslosen Verlauf der Sanierungsarbeiten zu.

Tennisplatz In den Kosten ist allerdings die Instandsetzung der ebenfalls vom Hochwasser in Mitleidenschaft gezogenen Tennisplätze in Höhe von rund 80 000 Euro nicht enthalten. Hier wartet der Verein immer noch auf Kostenzusagen diverser Stellen. Der Baubeginn könnte hier laut Christian Herrmann, 2. Vorsitzender des Tennisclubs, möglicherweise schon im Herbst erfolgen.

Sturmschäden Der heftige Sturm im Juli des vergangenen Jahres machte dem Rangendinger Tennisclub ebenfalls zu schaffen. Die Folge: umgeknickte Zäune entlang des Vereinsgeländes an Starzel. Jochen Beuters besonderer Dank galt hier der örtlichen Feuerwehr, die die Zäune rechtzeitig zu Beginn der Verbandsspiele instand setzte. Derzeit besteht für das Clubheim kein Versicherungsschutz mehr. Duschmöglichkeiten sind beim angrenzenden Sportverein vorhanden.

SWP

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