Alles rund ums Kind

Bereits zum 1. September dieses Jahres wird im Obergeschoss des Kindergartens Schlatt eine weitere Gruppe für 15 Kinder im Alter ab drei Jahren eingerichtet - und vormittags wie nachmittags betreut.

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Der Bedarf an betreuten Kindergartenplätzen ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen - darauf reagiert die Verwaltung jetzt mit der Einrichtung einer weiteren Gruppe in Schlatt. Geschaffen wird sie als Kleingruppe für 15 Kinder (in der Regelbetreuung). Ihr Bedarf soll jährlich überprüft werden; aktuell wird mit der zusätzlichen Gruppe der bestehende Bedarf "annähernd abgedeckt" (zu 95 Prozent), informierte Stadtjugendpfleger Rainer Püttbach den Verwaltungsausschuss am Donnerstagabend.

Von selbst versteht sich, dass mit der neuen Gruppe eine Aufstockung des Personals notwendig wird - von derzeit zwei auf zukünftig 4,1 Fachkräfte. Sie sollen befristete Verträge erhalten. Die damit anfallenden zusätzlichen Personalkosten müssen für dieses Jahr außerplanmäßig finanziert werden. Ab dem nächsten Jahr sind die Ausgaben in einer Größenordnung von 95000 Euro (bei Einnahmen - aus Elterngebühren - von rund 10000 Euro) in der Haushaltsplanung zu berücksichtigen.

Ebenfalls nicht im laufenden Haushaltsjahr kalkuliert sind die Kosten für eine Küchenhilfe, die anzustellen der Verwaltungsausschuss gleichfalls seine Zustimmung erteilte. Sie soll ihren Dienst (zwei Stunden pro Öffnungstag) auch bereits zum 1. September antreten - und zwar im Kindergarten Stockoch. Gerechnet wird mit außerplanmäßigen Aufwendungen von 2340 Euro (für die Monate bis einschließlich Dezember). In gleicher Weise soll die Mittagsverpflegung übrigens auch in den Kindergärten der freien Träger (und auf Grundlage der geltenden Kindergartenverträge) gefördert werden.

Rainer Püttbach machte sich "im Sinne der Haftung", vor allem aber "mit Rücksicht auf die Kinder" für die Anstellung von Küchenhilfen stark. Zwar hätten die Erzieherinnen die mittägliche Verpflegung ihrer Schützlinge in den vergangenen Jahren bravourös gemeistert, doch sei das schlicht nicht ihre Aufgabe - und werde auch ihrem Betreuungsauftrag in keinster Weise gerecht.

Drittes "Kinderthema" der donnerstäglichen Sitzung des Verwaltungsausschusses: die erweiterte Kernzeitenbetreuung sowie die Ferienbetreuung für Grundschulkinder.

Wiederum einstimmig billigte das Gremium das städtische Vorhaben, mit dem Haus Nazareth eine erweiterte Kernzeitenbetreuung mit einer Gruppe (für 15 Kinder) an der Grundschule am Schlossberg einzurichten - und zwar ab dem neuen Schuljahr 2013/2014. Darüber hinaus bemüht sich die Verwaltung um eine Ferienbetreuung für 50 Grundschulkinder in acht der insgesamt 13 Ferienwochen des kommenden Schuljahres - wiederum in Zusammenarbeit mit dem freien Jugendhilfeträger aus Sigmaringen. Bereits in der fünften und sechsten Woche der bevorstehenden Sommerferien soll das Angebot greifen. Noch allerdings müssen in Absprache mit den Schulleitungen Räumlichkeiten für die neuen Angebote gefunden werden, ebenso steht noch die Gebührenberechnung aus. Dazu hatte der Stadtjugendpfleger den Bürgervertretern erläutert, dass sich berufstätige Eltern schlicht schwer tun, 13 Schulferienwochen abzudecken. Vor diesem Hintergrund seien die genannten Offerten zwar "noch weit weg von der Ganztagsbetreuung", doch seien sie durchaus dazu geeignet, für Entlastung zu sorgen.

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