Abschied von John Obinna Agbakwuo

Pfarrer John, der Hechinger Vertretungspfarrer aus Nigeria, packt wieder die Koffer. Er sagt Adieu und bittet dringend um Spenden für seine Heimat.

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Ihm hat es in Hechingen gefallen: Pfarrer John Obinna Agbakwuo.

Vier Monate lang war Pfarrer Dr. John Obinna Agbakwuo aus Nigeria Vertretungspfarrer in der katholischen Seelsorgeeinheit St. Luzius in Hechingen. Am 1. Dezember wird er Deutschland und damit auch Hechingen verlassen. Die Katholiken der Zollernstadt wollen ihm mit einer Sonderkollekte am kommenden Sonntag ein nachhaltiges Dankeschön mit auf den Heimweg geben.

Pfarrer John, wie er kurz genannt wurde, wirkte seit Anfang August als Seelsorger in den katholischen Gemeinden von Hechingen. Durch den Pfarrerwechsel in diesem Sommer war er weit mehr als die übliche Ferienvertretung. Er half entscheidend mit die lange Vakanz zwischen dem Weggang von Pfarrer Dr. Benedikt Ritzler und dem Dienstantritt von Pfarrer Maiwald zum 1.Advent zu überbrücken. Gesicht und Stimme des afrikanischen Priesters waren den Gottesdienstbesuchern schon bald vertraut. Seine Predigten zeichneten sich meist durch eigene, ungewohnte, zum Teil afrikanische Perspektiven aus und ließen seine Zuhörer aufhorchen. Seine Bilanz nach eigener Aussage: Er war gern hier im Schwabenland, er hat viele nette Leute kennen gelernt. Schließlich konnte er sein ohnehin gutes Deutsch weiter verbessern. Zum Abschied hat er nur einen Wunsch: Spenden für seine Arbeit in Nigeria.

Pfarrer John erbittet Unterstützung für das Priesterseminar in Abia, dessen Leiter er ist. Während die Studenten in den vergangenen Monaten im Praxissemester waren, konnte er in Hechingen die Vertretung übernehmen. Wenn er heim kommt, werden wieder einige junge Männer vor seiner Tür stehen, die die Ausbildung zum Priester beginnen möchten. Aber die Familien können das Geld dafür nicht aufbringen. Soll er sie wegschicken? Etwa 50 Euro kostet das Studium pro Monat im Seminar. Er hofft, die Interessenten mit Hechinger Unterstützung nicht abweisen zu müssen. Zudem will er die Spenden für die Fertigstellung eines Brunnens im Seminar verwenden. Es fehlt noch die Pumpe, Kosten etwa 4000 Euro. Bisher wird das Wasser gekauft und in großen Behältern herangeschafft. An fließendes Wasser ist nicht zu denken. Schließlich will er mit dem Geld ein Waisenhaus unterstützen.

Am Christkönigssonntag (23. und 24.November) ist die Kollekte in allen Gottesdiensten der Seelsorgeeinheit für die Arbeit von Pfarrer John bestimmt. Es ist auch möglich, eine Spende Pfarrer John direkt zu geben oder sie im Pfarrbüro (bis zum 27.November) abzugeben.

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