Theaterfreunde Bechtoldsweiler erfreuen mit zwei Aufführungen

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Ratlosigkeit in Bechtoldsweiler: Wo ist die Madonnenstatue? Szene vom Premierenabend der Theaterfreunde.  Foto: 

Zweimal präsentierten die Theaterfreunde Bech­toldsweiler am Wochenende ihr neues Stück im Bürgerhaus. Und das war schon bei der Premiere am Samstagabend voll besetzt mit erwartungsfrohen Zuschauern. „Köberle und der Kirchendieb“ lautet der Titel des Schwanks in schwäbischer Mundart.

„Herzhaft lacha und da Alltag vergessa“: Dieses Motto haben sich die Laiendarsteller seit vielen Jahren auf ihre Fahnen geschrieben. Jede Rolle im Stück von Peter Schwarz hat ihren ganz eigenen Charakter. Und diesen mit Leben zu füllen – das ist wahrlich eine Kunst, egal ob es gilt, den Stress des örtlichen Polizeichefs vom Posten „Bechazweila“ oder die Empörung der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden darzustellen.

Was ist da passiert im beschaulichen Bechtoldsweiler? Im Leben von Karl Köberle (Mark Hipp), Chef des Ein-Mann-Polizeipostens, läuft nicht alles rund. Hat sich ein Verbrechen ereignet? Der Begriff Verbrecher ist für Karl Köberle fast schon ein Fremdwort, denn seit ewigen Zeiten hat sich kein Missetäter mehr in seinen Zuständigkeitsbereich verirrt. Dann muss der Polizeiposten von heute auf morgen wegen eines Wasserschadens geschlossen werden. Die Kirchengemeinderatsvorsitzende sieht derweil die dörfliche Moral bedroht, und zu allem Überfluss verschwindet auch noch eine wertvolle Madonnenstatue aus der Kirche. Grund genug, um Köberle den Schweiß auf die Stirn zu treiben.

Und dann kann auch noch Karl Köberles Amtsvorgänger Hermann Schwertle (Hans-Peter Binanzer) den Ermittlungseifer nicht lassen, obwohl er den Polizeidienst schon vor zehn Jahren quittiert hat. Dieser Helfer hat gerade noch gefehlt.

Auch Köberles Ehefrau Sieglinde (Bettina Wolf) erkennt die Zeichen der Zeit und bringt sich in die Ermittlungen ein. So läuft die  Fahndung nach der kostbaren Statue läuft auf Hochtouren. Einige Verdächtige geraten schnell ins das Visier der Ermittler. Zum einen ist da die Kirchengemeinderatsvorsitzende Theresia Wiesbauer (Hanne Zopf), der die Statue schon immer ein Dorn im Auge war. Auch der Wohnsitzlose Hanno Walden (Sabine Bogenschütz) macht sich durch entsprechende Äußerungen und Verhaltensmuster verdächtig. Und schließlich zeigt die Versicherungsagentin Stefanie Michalis plötzlich großes Interesse an der offenbar kostbaren Skulptur.

Doch die Ermittlungen des Postenführers Karl Köberle laufen zunächst ins Leere. Bis es kommt, wie es kommen musste: Die Kirchenpflegerin Frau Baumstark (Sieglinde Raible) verplappert sich und verrät, dass die Statue beim Reinigen zu Boden gefallen ist und seither hinter dem Beichtstuhl versteckt wurde. Der Fall war damit gelöst.

Am Ende des Stücks wurde das Quiz für die Zuschauer aufgelöst. Die hatten per Karte darüber abgestimmen können, wer als Kirchendieb in Frage kommt.

Reichlich Szenenapplaus belohnte die Akteure (samt Souffleuse Marga Zeeb) für ihre schauspielerischen Leistungen. Keiner hatte sein Kommen bereut.

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