Vorsitz weiter verwaist

Hechingen.  Der Akkordeonclub Hechingen ist weiter ohne Vorsitzenden. Damit bleibt auch nach der Hauptversammlung das Dreiergespann Berthold Günter, Erika Paulsen und Anita Noack an der Spitze des Vereins.

Ohne seinen erkrankten Dirigenten Ferdinand Gerlach zog der Akkordeonclub Hechingen Bilanz über das vergangene Vereinsjahr. Der 2. und kommissarische Vorsitzende Berthold Günter betonte eingangs seiner Ausführungen, dass er ohne die tatkräftige Unterstützung von Schriftführerin Erika Paulsen und Kassiererin Anita Noack nicht in der Lage gewesen wäre, die zahlreichen Aufgaben zu erfüllen. So hat zum Beispiel Erika Paulsen in einem detaillierten, schriftlichen Rückblick alle Aktivitäten aufgelistet. Die Orchester hatten 2009 insgesamt sechs Auftritte und jeweils 40 Proben. Weiter haben Vorstand und Vereinsmitglieder 42 weitere Termine wahrgenommen.

Ebenso verwies er auf die "leisen Dinge im Hintergrund", ohne die der Verein nicht bestehen könne, wie zum Beispiel Kioske aufbauen, Bewirtungen und Einkäufe. Leider habe der Klub 2009 den Ausfall einiger Spieler wegen Krankheit und Mutterschaft verkraften müssen, weshalb das Herbstkonzert habe ausfallen müssen. Durch den Neuzugang von zwei Spielern und die Rückkehr alter Musiker sind die knappen Reihen inzwischen wieder aufgefüllt.

Weiterhin plagen den Verein Nachwuchssorgen. Es sind nur drei Schüler in Ausbildung, nicht genug für ein neues Orchester. Daher soll in Zukunft mehr Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden. Besonders die Homepage soll dabei auf einen aktuellen Stand gebracht werden und damit den Verein nach Außen hin besser repräsentieren. Dazu wurden mehr Auftritte einer Spielergruppe aus Hauptorchester und Jugendorchester angeregt, die sich ein festes Repertoire erarbeiten sollen. Dadurch sollen sie immer in der Lage sein, kurzfristig auftreten zu können.

Positiv erwähnte Günter die schon bestehenden Arbeitskreise und die neu geschaffenen Posten des Notenwarts (Lisa Wolf und Sabrina Schatz) und des Instrumentenwarts (Martin Koch).

Kassiererin Anita Noack verwies in ihrem Bericht auf eine positive Bilanz. Insgesamt betrachtet sei 2009 finanziell ein gutes Jahr gewesen. Es sei ein Überschuss erwirtschaftet worden, allerdings seien auch keine größeren Anschaffungen angefallen. Die Kassenprüfer Kurt Sinner und Adolf Neumann bescheinigten ihre eine tadellose Arbeit.

Es folgte die Entlastung des vorstands, worauf Jan Rieth zu den die Wahlen überleitete. Auch dieses Jahr konnte der Akkordeonclub keinen 1.Vorsitzenden finden. Damit bleibt das Dreiergespann mit Berthold Günter, Erika Paulsen und Anita Noack weiterhin an der Spitze des Vereins. Für den sechsten Beisitzer ließ sich Marius Kramer aufstellen. Zwei weitere Beisitzer standen diese Jahr zur Wahl: Hans-Ulrich Pongs wurde als zweiter Beisitzer bestätigt und Gehard Titze kehrte nach längerer Abwesenheit als vierter Beisitzer in den Vorstand zurück. Die Kassenprüfer wurden im Amt bestätigt.

Danach wurden langjährige Mitglieder geehrt, darunter Tanja Höllwarth, die mit 25 Jahren das am längsten aktive Mitglied des Vereins ist. Ebenso wurden regelmäßige Probenbesuche und Vorstandstätigkeiten mit Präsenten bedacht.

Diskutiert wurde danach über die Bewirtung beim Kinderfest. Leider, so Berthold Günter, seien es immer wieder die "üblichen Verdächtigen", die sich zur Mithilfe bereit erklären. Dabei sei der hohe Kraftaufwand mit zunehmendem Alter bei einigen immer schwerer zu leisten. Unter anderem deshalb wurden eine Reduzierung bei den Speisen und eine kürzere Öffnungszeit des Zeltes angeregt. Auch der Kauf eines neues Zeltes wurde vorgeschlagen. Das Kinderfest ganz aufzugeben wurde mehrheitlich verneint, da die Einnahmen wesentlich für die Vereinskasse seien. Der Vorschlag, die Gäste im Zelt musikalisch zu unterhalten, wurde abgelehnt. Weitere Details will die Vereinsführung klären.


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Autor: FRIEDERIKE GÜNTER | 09.03.2010

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