Spenden helfen Yenny
Hechingen/La Paz. David Kleinmann macht Zivildienst. Einen ganz besonderen. In Bolivien. Sein Engagement für Straßenverkäufer wird von den HZ-Lesern unterstützt.
Wie in der HZ berichtet, leistet David Kleinmann derzeit seinen Zivildienst im bolivianischen La Paz ab. Der junge Mann unterstützt dort für die Fundación Arco Iris vor allem Schuhputzer und Verkäuferinnen, indem er sie bei ihrer Arbeit begleitet und mit ihnen spart. Vor knapp zwei Monaten bat David Kleinmann die HZ-Leser um Unterstützung für seine Schützlinge. Jetzt möchte er sich für die Spenden in Höhe von 465 Euro bedanken und erzählen, wofür er das Geld eingesetzt hat.
Yenny Marca Huaynoca wohnte mit ihren ein- und zweijährigen Kindern, Jim und Victor, zusammen. Der Vater der beiden Kinder, José, begann jedoch immer mehr zu trinken und misshandelte die 23-jährige Mutter schließlich. Yenny flüchtete und suchte mit ihren Kindern für einen Monat Schutz bei ihren Eltern, die etwa zwei Stunden von La Paz leben. Als sie schließlich nach La Paz zurückkehrte, war ihre Wohnung leer und ihr Mann verschwunden. Mit nichts in der Hand musste sie ihr Leben neu beginnen und für sich und ihre zwei kleinen Kinder kämpfen. David Kleinmann erzählt: "Als ich sie kennen gelernt habe, war sie mit ihren Kindern auf der Straße unterwegs. Eines an der Hand, das andere in einem Tuch auf der Schulter. Für umgerechnet etwa zwei Euro Gewinn am Tag verkaufte sie Tüten. Weil zwei Euro pro Tag nicht für sie und ihre zwei Kinder ausreichen, haben wir die Spenden für sie eingesetzt." Nun verkauft Yenny Marca Huaynoca dank der Spenden Nagelscheren und kann damit mehr verdienen.
Außerdem hat David Kleinmann mit ihr Kleidung und Decken für sie und ihre Kinder gekauft. Da ihre Mietwohnung nur ein Bett enthielt, das viel zu klein war, werden die Mietkosten ihrer neuen Wohnung bis zur Stabilisierung für die nächsten Monate übernommen. Die neue Mietwohnung wurde von den Zivis außerdem mit einem Schrank, einem Tisch, drei Stühlen und einer Gaskochplatte mit Gasflasche ausgestattet.
Außerdem kann die junge Bolivianerin weiterhin unter der Woche in der Suppenküche der Fundación zu Mittag essen. Ihre Kinder bringt sie vor der Arbeit in den Kindergarten der Fundación und holt sie abends wieder ab.
Nochmals David Kleinmann im Originalton: "Yenny ist sehr dankbar, dass sie die Fundación Arco Iris kennen gelernt hat. Sie ist eine verantwortliche junge Mutter, die jetzt, Dank der Spenden, ihrer kleinen Familie ein besseres Leben bieten kann. Sie hat jetzt alles selbst in der Hand. Von unserem Projekt Trabajadores wird sie natürlich weiterhin unterstützend betreut und ich bin überzeugt davon, dass sie es so auf lange Sicht schafft, der extremen Armut zu entkommen."
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
31.07.2010
| Artikel twittern |
|
|
Mit dem Verkauf von Nagelscheren kann man in La Paz über die Runden kommen.
MEISTGELESENE ARTIKEL
Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik
Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr
Neu-Ulmer Bordell-Chefin wehrt sich gegen Vorwürfe
Neu-Ulm Der in einem Neu-Ulmer Bordell aufgefundene Tote wird nicht obduziert. Die Polizei ist sicher: Der 36-Jährige starb durch einen autoerotischen Unfall. Derweil hat sich die Bordellchefin zu Wort gemeldet.... mehr
Inferno in der Hechinger Altstadt
Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr
Hechinger Brandruinen qualmen noch
Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr
Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell
Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

ZURÜCK
