Mehr ein Schloss als eine Burg

Burg Hohenzollern.  Es sind Sommerferien und viele nutzen die freien Tage für einen Ausflug. Die Burg lockt sowohl Touristen aus aller Welt wie auch Menschen der Region.

Der Busfahrer Bulut beschreibt seine Arbeit mit Touristen als sehr interessant, da er bei seinen Fahrten hinauf auf die Burg ständig fremde Menschen kennenlerne. Die Touristen seien freundlich. Im Sommer arbeitet er gerne - da sitzt er den ganzen Tag im Shuttlebus. Im Winter gestaltet sich seine Arbeit anders, weil auf der Burg nur am Wochenende und an Feiertagen Betrieb ist. "Wenn es schneit, dann muss ich mit Schneeketten fahren und es ist sehr glatt", sagt der Busfahrer, der schon seit 17 Jahren im Dienst der Touristen steht.

Oben angekommen, erzählt die Besucherin Tanja Kolberg aus Tuttlingen, dass sie bereits öfter auf der Burg gewesen sei und sie heute mit ihrem Patenkind besuche, da der Stammsitz der Hohenzollern "immer einen Besuch wert" sei. Ihr Patenkind ist der gleichen Meinung und fiebert ihrer ersten Burgführung entgegen.

Ingrid May und Marlies Dörper stimmen in ihre Begeisterung mit ein: "Das ist ja eigentlich keine Burg mehr, das ist ein Schloss", sagt Ingrid May. Sie habe den Zoller schon ein paar mal gesehen und sei immer wieder fasziniert. "Einmal habe ich eine Studienfahrt organisiert, bei der Rückfahrt habe ich mir den Zoller angeschaut und dann war ich 1991 noch einmal hier. Die damalige Führung war sehr interessant." Die zwei Damen aus Bergisch Gladbach, die einer Reisegruppe angehören, nehmen nicht an einer Führung teil - sie genießen die Aussicht und lassen die Burgmauern auf sich wirken.

Der Kiosk unterhalb der Burg hat gerade im August sehr viele internationale Kunden. Das gefällt der Kioskbesitzerin am meisten. Es gebe keinerlei Verständigungsprobleme, sagt sie. Das Wetter allerdings habe großen Einfluss auf die Besucherzahlen und damit ebenso auf die Zahl der Kioskkunden. "In diesem Jahr war es entweder zu kalt oder zu heiß. Es war immer schlechtes Wetter, außer an Pfingsten. Und im Juli war es fast zu heiß," resümiert Martina Weber.

Absolute Verkaufsschlager nennt sie die Ritterfiguren und Burgfräuleins, eben all das, was mit der Burg zu tun habe.


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Autor: JENNIFER SICK | 02.09.2010

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