Kalte Dusche in Rängdäng-City

Rangendingen.  30 topgelaunte Zünfte und Gruppen, gut 1000 Zuschauer und ein strahlender Himmel zeichneten den Fasnetsumzug gestern in Rangendingen aus. Die Vereine hatten sich wieder besonders ins Zeug gelegt.

Obwohl Zunftmeister Hansi Schilling in diesem Jahr die schnuckeligen Schäfchen des Kindergartens hüten musste - auf sie drei kräftige "Mäh-selber"- , lief für die Narrenzunft "Jägi" gestern wieder alles wie am Schnürchen. Das Wetter spielte prima mit. Zirka 1000 Zuschauer säumten die Straßen. Die närrischen Gäste waren zahlreich, bunt und topgelaunt. Herrlich die Larven und Häser der Oberndorfer Narren, der Siebentäler Katzenbachgeister, der Empfinger Weiher-Hexen, der Sickenhausener Wölfe, der Kräuterhexen aus Veringenstadt oder der Harzklumpen aus Heiligenzimmern. Sie trieben kräftig ihr Unwesen, verbrannten nasses Reisig, triezten die hübschen Rangendinger Mädchen und erschreckten die Kinder.

Besonders ins Zeug gelegt hatten sich wieder die Rangendinger Vereine. Sie trugen Fantasie und auch ein bisschen Politik in die Fasnet

hinein. Eine Augenweide waren - wie jedes Jahr - die mit viel Aufwand ausgestatteten Mitglieder des Sängerbundes, die mit Wagen im Märchenland wandelten, des Obst- und Gartenbauvereins, die als Sonnenblumen leuchteten, der SV-Damengymnastik als Kartenspiel, der SV-Jedermänner als Hippies oder des Kirchenchores und des Carmina-Nova-Chores als edle Hexen.

Mit Botschaft unterwegs war die DLRG: "SSchwemmbad isch schee - aber Duscha send hee", posaunten die großen und kleinen Kalt-Duscher hinaus in die Welt, beziehungsweise ins Rathaus, das Abhilfe schaffen sollte.

Verlass war auch wieder auf die heimischen Kräfte, angefangen bei der in neuen Uniformen blitzenden Hauburg-Band, über die süßen Mädchen von der blau-weißen Tanzgarde, die Auchterthexen und die Jägen, bis hin zur kleinen Schwesternzunft der Mönchsgrabenhexen - dieses Jahr erstmals mit Festwagen - sowie den Stammgästen der Musikkapelle und der Gymnastikgruppe aus Höfendorf.

Mit dem Umzug und dem anschließenden närrischen Treiben im Ort und in der Festhalle fand die Fasnet in Rangendingen gestern einen glückseligen Ausklang.


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Autor: ANDREA SPATZAL | 22.02.2012

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