Kandidatensuche fürs Hechinger Bürgermeisteramt
Erste Bewerber in Sicht
Hechingen. "Hechingen gilt als attraktiv", sagt Bernd-Richard Hinderer. Der "Bürgermeistermacher" aus Gomadingen ist bereits im Gespräch mit zwei potentiellen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im Oktober 2011.
Jürgen Webers Ankündigung, nicht mehr für das Bürgermeisteramt in Hechingen zu kandidieren, hat Parteien und Wahlbüros aufhorchen lassen. Noch gut 15 Monate sind es bis zur Bürgermeisterwahl. Dennoch laufen bereits Gespräche mit möglichen Bewerbern. "Wir sind konkret mit zwei potenziellen Kandidaten im Gespräch", sagt zum Beispiel Bernd-Richard Hinderer. Der Jurist und Journalist gilt als "Bürgermeistermacher". Seine Agentur, das "Wahlbüro Südwest", sitzt in Gomadingen. Seine beiden bislang für Hechingen in Frage kommenden Bewerber seien "absolut vom Fach", rührt Hinderer bereits die Wahlkampftrommel. "In der Papierform" seien die beiden Verwaltungsfachleute "exzellent". In einem Fall sei die SPD die politische Heimat, im anderen existiere keine Parteibindung. Ansonsten gibt sich der professionelle Wahlkampfhelfer bedeckt. Es sei eben noch nichts festgeklopft.
Die CDU dürfte auch langsam aus der Deckung kommen. "Wir werden uns in dieser Frage natürlich nicht passiv verhalten", kündigt der Hechinger CDU-Stadtverbandsvorsitzende und amtierende Stadtrat Christoph Wild jetzt schon für die Wahlkampferöffnung an. Für sich selbst schließt der junge Jurist eine Kandidatur allerdings aus.
Das Bürgermeisteramt in der 19 000-Einwohner-Stadt Hechingen hält der Christdemokrat für attraktiv. Auch Bernd-Richard Hinderer berichtet, dass Hechingen in seinem Bewerberpool als eine "Stadt mit Potenzial" gesehen werde - "das nicht ausgeschöpft ist". Die Stadt besitze "vor allem als Lebensort eine hohe Qualität", so die Einschätzung des Spin-Doktors, der "Erfahrung aus über 70 Wahlkämpfen" hat. Einen "Verwalter" brauche Hechingen nicht als Bürgermeister, meint Hinderer, sondern "einen der Lust hat, Dampf zu machen".
Einen guten Kandidaten und einen professionellen Wahlkampf wünscht sich auch die Hechinger CDU. Christoph Wild rechnet hier mit der Unterstützung der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV). Diese Unterorganisation der Union unterstützt die Arbeit der kommunalen Mandatsträger. Wild als Mitglied des Landesvorstandes weiß, dass die KPV Bürgermeisterwahlen stärker in den Fokus nehmen will. Die SPD im Land pflege Bürgermeisterwahlen intensiver, erkennt Wild an. Die Strategie der Sozialdemokraten habe auch bereits Erfolg gezeitigt: "Die besten Leute" an den Spitzen der baden-württembergischen Rathäuser kämen derzeit von der SPD.
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Autor: ANDREA SPATZAL | 20.07.2010
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Im Herbst 2011 wird der Chefsessel im Hechinger Rathaus frei. Im Hintergrund hat der Wahlkampf um Bürgermeister Webers Nachfolge schon begonnen.
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