Die Container müssen raus aus Rangendingen

In Rangendingen müssen sie weg, die Altkleidercontainer anonymer Firmen, die wie Pilze aus dem Boden geschossen sind.

CHRISTOPH SCHODER |

Über Nacht sind sie plötzlich da und niemand weiß, woher. Sie schießen scheinbar wie Pilze aus dem Boden, auf dem einen oder anderen Parkplatz oder neben Altglas-Containern. Selbst vor Privatgrundstücken machen sie nicht halt. Sie sind beige und meist steht nur eine anonyme Mobil-Telefonnummer darauf. Samstags werden sie von einem neutralen, weißen Mercedes-Bus angefahren und geleert. Schuhe und Kleidungsstücke werden zügig umgeladen und verschwinden im Laderaum. So versickern monatlich Altkleider im gegenwert von Hunderten von Euro spurlos.

Seit je her ist die Altkleidersammlung eine Aufgabe des Roten Kreuzes. Mit den Erlösen bestreitet das DRK einen Teil seiner Ausgaben. DRK-Ortsvereine sind auf die Einnahmen angewiesen, um wie zum Beispiel in Rangendingen eine Helfer-vor-Ort-Gruppe mit dringend benötigten Defibrillatoren für den Einsatz auszustatten.

Viele dieser Container sind "wild" aufgestellt und nicht von der Gemeinde genehmigt. In Rangendingen wurden die Aufsteller in den letzten Tagen schriftlich aufgefordert, ihre Container abzuziehen. Danach hat die DRK-Ortsgruppe vor, an ihrer Stelle eigene aufzustellen. Bis dies geschieht, können Altkleider bei den bekannten Mitgliedern der DRK-Ortsgruppe abgegeben werden.

Darüber hinaus findet an diesem Wochenende ab 8.30 Uhr die offizielle Straßensammlung des DRK-Ortsvereins Rangendingen statt.

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