Das Klösterle läuft nach Rohrbruch voll

Hechingen.  Vor gut zwei Wochen wurden die letzten Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Nach dem gestrigen Rohrbruch - mit über einem halben Meter Wasser - beginnt der Umbau für das Klösterle nun von Neuem.

Gegen 9 Uhr ging bei der Hechinger Stadtfeuerwehr gestern der Alarm ein, dass die Außenstelle Klösterle des Diasporahauses in der Gutleuthausstraße unter Wasser stehen würde. Nur kurze Zeit später wateten die rund 20 Einsatzkräfte durch einen halben Meter tiefes Nass im Keller sowie im Erdgeschoss des Gebäudes.

Ein Rohrbruch auf der Straße hatte die Fluten in das Haus gedrückt, die nun mit zahlreichen Tauchpumpen und Wassersaugern in mühsamer Kleinarbeit beseitigt werden mussten. "Der Schaden dürfte relativ hoch sein", so eine erste Einschätzung von Einsatzleiter Frank Brecht gegenüber der HZ. "Das Parkett sowie die Wände müssen vermutlich komplett saniert werden", so der stellvertretende Stadtkommandant weiter.

Diese Befürchtung bestätigte auch Hans-Georg Aubert, Gruppenleiter im Diasporahaus. Erst vor zwei Wochen hätte man die letzten Renovierungsarbeiten nach dem großen Hochwasser vor zwei Jahren mit dem Aufhängen neuer Vorhänge abgeschlossen. Jetzt dürfte die Arbeit in den Wohn- und Aufenthaltsräumen einer Wohngruppe im Erdgeschoss wieder von vorne losgehen.

Daneben bringt das unerwartete Hochwasser im Gebäude zusätzliche Probleme mit sich. "Viele der Mitarbeiter sitzen eigentlich auf gepackten Koffern", so Aubert weiter. In den nächsten Tagen wollte die Außengruppe zu einer gemeinsamen Reise nach Istrien aufbrechen. Ob diese nun aufgrund des Rohrbruchs buchstäblich ins Wasser fallen muss, blieb am gestrigen Donnerstag noch offen. In jedem Fall wartet auf das Klösterle-Team nun eine erneute Renovierung, die wieder mit erheblichen Kosten verbunden sein dürfte. Alles zurück auf Anfang, vom Wasser dürfte das Diasporahaus in jedem Fall genug haben.


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Autor: JENS-MARTIN TRICK | 30.07.2010

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