Da wackelt die Berghütte

Stetten.  Das war ein Hüttenzauber, wie es sich für eine richtige Saalfasnet gehört: Zünftig hat der Musikverein Stetten das Programm im Stadtteil mit seinem ausverkauften Ball unter obigem Motto fortgesetzt.

Mit einem zweistündigen Non-Stop-Programm bescherte der Musikverein Stetten mit seiner Musikerfasnet unter dem Motto "MV-Hüttenzauber" die Saalfasnet in Stetten fortgesetzt. Den musikalischen Teil bestritten die "Gnadental-Swingers" des Musikvereins. Durch den Abend führte humorvoll und wie gewohnt sicher in Versform Hansjörg Bart. Die gesamten Darbietungen gabs ohne jegliches Playback. Maria und Margot Hellwig (Hansjörg Bart und Rainer Fink) eröffneten den Stettener Hüttenzauber mit ihren Schlagern und brachten die Besucher gleich in Stimmung. Eine Pantomime über zwei Damen im Zug sorgte dann für große Heiterkeit. Während sich die feine Dame, dargestellt von Barbara Buckenmayer, mit allen möglichen Schönheitsmitteln behandelte, versuchte sich die neben ihr sitzende Frau aus einfachen Verhältnissen, dargestellt von Heike Gsell, trampelhaft und dümmlich mit Utensilien aus ihrem Einkaufskorb ebenfalls zu verschönern. Mit seiner Aufführung ohne Worte brachte das Duo die Zuschauer immer wieder zum Lachen. Deshalb bekam die beiden auch regen Beifall am Ende des Auftritts. Weiter ging es im Programm mit einem Knieballett, das von Fabian Pflumm, Felix Pflumm, Marie Theres Hofer, Melanie Gfrörer und Lea Gsell dargestellt wurde. Aufgeführt wurde der Tanz einer Hochzeitsgesellschaft. Das Ballett gefiel derart, dass die Akteure um eine Zugabe nicht herumkamen.

Es folgte ein Gesangsauftritt: Bernd Klumpp hob im Lied "Nimm an Alten" die Vorzüge eines älteren Ehemanns hervor. Ulrike Messerschmidt allerdings nahm seinen Rat nicht an und sang "Nimm an Jungen". Sie legte sich vor dem Augen des Alten einen jungen Verehrer zu. In einem Wortvortrag unterhielt sich Wirtin Veronika von der MV-Berghütte (Anja Huber) mit einem auf der Hütte einkehrenden Wanderer (Ingolf Dieringer) über örtliche Begebenheiten aus Stetten und Hechingen. Beide Auftritte wurden mit viel Beifall belohnt.

Kontraste brachte das Frauenballett: Uli Messerschmidt, Christine Bausinger, Silke Arnold, Michaela Klotz, Christa Kohler und Birgit Hinderer waren bei dieser Vorführung in blauen und weißen Strumpfhosen so aneinandergebunden, dass immer eine Tänzerin mit dem einen Bein in der Strumpfhose der einen Nachbarin und mit einem Bein in der Strumpfhose der anderen Nachbarin steckte, so dass alle Tänzerinnen in einer Einheit auftreten konnten. Dem Publikum gefiel der Auftritt bestens, und so kam die aneinander gekettete Ballettgruppe um eine Zugabe nicht herum.

Ein Jodler durfte in der MV-Berghütte ebenfalls nicht fehlen. Fredl Fesl, dargestellt von Robert Buckenmaier, bot ein Jodellied, das nach jeder Strophe aus dem Dialekt ins Hochdeutsche übersetzt wurde. Mit dem Königsjodler wurde dieser Liveauftritt dann beschlossen. Danach war das Männerballett an der Reihe: Jörg Bausinger, Markus Pfisterer, Martin Weinundbrot, Bernd Knoll und Frank Buckenmaier als Pippi Langstrumpf verkleidet und Jonas Reiber als deren Äffchen tanzten zur Pippi-Langstrumpf-Melodie mit akrobatischen Einlagen und einer Pyramide zum Abschluss. Auch sie kamen um eine Zugabe des Auftritts nicht herum. Den krönenden Abschluss des Programms bildete der Auftritt von Daniel Fink mit "I sing a Lied für di", wobei Lea Gsell, Sarah Epple und Julian Reiber den Chor bildeten.

Finaler Beifall belohnte alle Auftretenden, als sie nochmals auf die Bühne kamen. Zu den Klängen des Bozener Bergsteigermarsches, den das Publikum kräftig mitsang, endete das mit viel Zuspruch aufgenommene Programm. Anschließend waren die "Gnadental-Swingers" an der Reihe. Fazit: Es war ein schöner Fasnetsball - wie man es vom Musikverein Stetten seit jeher gewohnt ist.


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Autor: FRANZ BUCKENMAIER | 07.02.2012

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