AUS DEN KINDERGÄRTEN

Rot wie die Feuerwehr

Hechingen - In die Welt der Farben tauchten die Kinder des St.-Martin- Kindergartens ein. In dem Projekt ging es darum, die Kinder bewusst an die Grundfarben heranzuführen, damit sie die Farbwelt noch mehr genießen können, so Susanne Wannenmacher-Pavisic, Kindergartenleiterin und Gruppenleiterin der Regenbogengruppe. Kinder "fühlen" Farben, bevor sie Wörter für Farben aussprechen können und obwohl Farben auf sie große Anziehungskraft ausüben, kennen sie zunächst mehr Wörter für Formen. Zwar können Kindergartenkinder, sogar schon Babys, Farben unterscheiden, so Susanne Wannenmacher-Pavisic, aber die Verbindung von Farbe und Sprache entwickelt sich sehr spät. Eine Grundfarbe wie zum Beispiel Rot steht erst einmal im Mittelpunkt. Wie alle Farben ruft auch Rot bestimmte Assoziationen hervor: Gefahr, Temperament und Wärme - und Feuer. Am Rote-Farbe-Tag war deshalb ein Besuch bei der Hechinger Feuerwehr angesagt - ein besonderer Höhepunkt des Projekts. Gesamtwehrkommandant Maik Bulach und Matthias Schimminger, beides Kindergartenväter, zeigten den Kindern aus allen drei Gruppen des Kindergartens die Welt der Feuerwehrmänner. Im Feuerwehrhaus konnten die Kinder die schweren Einsatzjacken und die Helme anprobieren, mal in ein Feuerwehrauto steigen, und, was ihnen großen Spaß machte, mit einem Feuerwehrschlauch ein "brennendes Haus" löschen. Auch die Fragen der Kinder, wie zum Beispiel eine Atemschutzmaske funktioniert, wurden von beiden Vätern kindgerecht erklärt und anschaulich gezeigt. Unvergesslich dürfte für die Kinder die Fahrt mit der Drehleiter bleiben. Maik Bulach nahm die Kleinen hinauf in luftige Höhen.

Im Rahmen des Farbenprojekts gibt es noch viele weitere Aktionen: Experimente, farbige Speisen wie Tomatensuppe oder Blaubeerenkompott, und Malereien. Angedacht sind auch spezielle Farbentage, "an denen die Kinder mit Leib und Seele mit einer Farbe konfrontiert werden".

Mit allen Sinnen erleben

Boll - Die Kinder und Erzieherinnen des katholischen Kindergartens in Boll setzten sich intensiv mit dem Bildungs- und Entwicklungsfeld "Sinne" auseinander. Das Thema gehört in Baden-Württemberg zum Bildungs- und Orientierungsplan. Die Kinder durften selbst die Themen auswählen und entscheiden, bei welchem Projekt sie mitmachen möchten. Es entstanden die Gruppen "Achtung, Augen auf!", "Hör gut zu, was ist das?", "Lecker, Schmecker, Sinnesentdecker", "Verfühlt nochmal!", "Allerlei Bewegerei - wir sind dabei" sowie eine Gruppe, in der sich die zwei- bis dreijährigen Kinder trafen. Die Namen sagen bereits viel aus über die Inhalte. Es ging um das Wahrnehmen und Erleben mit allen Sinnen. Die Kinder brachten ihre Ideen und Vorstellungen mit ein, bestimmten deren Reihenfolge und die Erzieherinnen begleiteten, dokumentierten und unterstützten die Vorhaben der Kinder. Auch die Unterstützung einzelner Eltern war hilfreich, sei es bei einer Exkursion oder bei handwerklichen Arbeiten.

Den Kindern brachte das Projekte viel Spaß und neue Erfahrungen. So wurden Pommes und Eis selber hergestellt und Rohkostketten aus Gemüse aufgefädelt, das die Kinder auf dem Wochenmarkt frisch eingekauft hatten. Es entstanden ein Tast-Tausendfüßler und, dank einiger von der Metzgerei Maier gespendeter Kisten, ein mobiler Barfußweg. Bei einem Ausflug zum Wohlfühlpfad in Hechingen erhielten die Kinder von Dr. Daub Impulse für den Vitalzirkel. Auch im Kindergarten wurden Bewegungsparcours aufgebaut. Der Sehsinn war gefragt beim Betrachteten von Kunstwerken, unter anderem im Hohenzollerischen Landesmuseum. Die Kinder wurden auch selbst künstlerisch tätig: Beim Malen oder Steinbildhauen, letzteres wiederum dank einer Spende, diesmal von der Firma Kemmler. Dank der guten Verbindung des Kindergartens zu den Vereinen im Dorf konnten sich die Kinder des Projektes "Hör gut zu" im Proberaum des Musikvereins umsehen und vieles ausprobieren. Sie machten selbst Geräusche und unterschiedliche Klänge und bauten sich "Regenmacher".

Beim Projektabschluss berichteten sich die Kinder gegenseitig von ihren Erlebnissen und viele fanden es schade dass die interessanten Treffen nun zu Ende sind.


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

Sie können noch Zeichen als Text schreiben
Für registrierte Nutzer
Bitte anmelden, um Ihren Kommentar abzuschicken
Für noch nicht registrierte Nutzer
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.








Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:


31.07.2010

Google 1+

Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik

Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr

Neu-Ulmer Bordell-Chefin wehrt sich gegen Vorwürfe

Neu-Ulm Der in einem Neu-Ulmer Bordell aufgefundene Tote wird nicht obduziert. Die Polizei ist sicher: Der 36-Jährige starb durch einen autoerotischen Unfall. Derweil hat sich die Bordellchefin zu Wort gemeldet.... mehr

Inferno in der Hechinger Altstadt

Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr

Hechinger Brandruinen qualmen noch

Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr

Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell

Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

Ein Raub der Flammen

So einen Brand wie gestern am frühen Abend haben die Hechinger mitten in der Altstadt schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gesehen. Der Altbaukomplex an der Ecke Marktstraße/Schlossstraße wurde ein Raub der Flammen. Von vier Drehleitern aus schützten die Feuerwehren die Nachbargebäude.... mehr