Weildorf ist extrem beliebt

Die Haigerlocher Stadtverwaltung hat eine Übersicht über alle verfügbaren Bauplätze vorgelegt. Die Reserven summieren sich auf 3,7 Hektar, verteilt auf alle Stadtteile. Der Quadratmeterpreis liegt bei 90 Euro.

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Im Rahmen der Haushaltsplanberatungen wollten die Fraktionen von CDU und Sozial-Ökologischer Liste wissen, über wie viele Bauplätze die Stadt verfügt. Erklärtes Ziel von CDU und SÖL ist es, die Vermarktung voranzutreiben und so zusätzliches Geld in die Stadtkasse zu spülen. Geplant sind im Haushalt 2012 Einnahmen aus Grundstückserlösen von insgesamt 800 000 Euro.

Selbst Grundstücke kaufen darf die Stadt nur für 200 000 Euro. Durch Mehrheitsbeschluss haben die beiden Fraktionen diesen Haushaltsposten um 100 000 Euro reduziert. Die Fraktion der Freien Wähler sah dies anders und hielt am Ansatz von 300 000 Euro fest. Unterstützung bekamen sie von Haupt- und Bauamtsleiter Hans-Martin Schluck, der darauf verwies, dass die Stadt flexibel sein müsse, wenn beispielsweise Grundstücke von einer Erbengemeinschaft angeboten würden.

Interessant ist ein Blick in die sehr ausführliche Übersicht mit Lageplänen über kommunale Baugrundstücke, die jetzt von der Stadtverwaltung vorgelegt wurde. Insgesamt 3,7 Hektar liegen, verteilt auf alle Stadtteile, bereit. Bei einen Verkaufspreis von 90 Euro pro Quadratmeter, stellt diese Reserve einen Wert von 3,3 Millionen Euro dar.

Bad Imnau: Der Kurort konnte jahrelang kaum Bauplätze anbieten. Jetzt stehen zwölf Wohnbauplätze zur Verfügung mit einer Fläche von 7151 Quadratmetern und einem Wert von 643 590 Euro. Dies ist möglich, weil die Stadt den ehemaligen Parkplatz der Imnauer Mineralquellen an der Badstraße gekauft hat und daraus Bauplätze im so genannten "Wohnpark Wiesengrund" macht. Darüber hinaus stehen im Wiesengrund weitere städtische Bauplätze zur Verfügung.

Bittelbronn: Sieben Bauplätze verfügt die Stadt im Baugebiet "Buchen" in Bittelbronn. Davon sind zwei Plätze reserviert. Insgesamt stehen 4514 Quadratmeter mit einem Wert von 406 260 Euro zur Verfügung.

Gruol: Im zweitgrößten Stadtteil nach Haigerloch gibt es im Baugebiet "Hofäcker" lediglich noch vier Bauplätze mit 3180 Quadratmetern und einem Wert von 286 200 Euro. Aus diesem Grund beschäftigt sich der Ortschaftsrat mit dem neuen Bebauungsplan "Hirschen". Dort hatte die Ortschaft bereits vor zehn Jahren vorgesorgt und Grundstücke im Wert von rund 600 000 Euro aufgekauft. Der neue Bebauungsplan sieht in einem ersten Erschließungsabschnitt zunächst 23 Bauplätze vor. Diese sind, da noch nicht erschlossen, noch nicht in der Liste der Stadt enthalten.

Haigerloch: Die Kernstadt hat sich etwas Luft verschafft: Nach dem Abriss des Fabrikareals Amann stehen derzeit im "Wohnpark Baumäcker" mit sechs Grundstücken noch rund die Hälfte der verfügbaren Bauplätze in diesem Gebiet zur Verfügung. Einschließlich einem Platz in der Raiffeisenstraße sind es in Haigerloch 4722 Quadratmeter mit einem Wert von 424 980 Euro.

Owingen: Flächenmäßig am meisten Bauland gibt es in Owingen in den beiden Baugebieten "Brunnenrain" und "Waldstraße". Dort stehen zwölf Bauplätze mit 9412 Quadratmetern und einem Wert von 847 080 Euro zur Verfügung. Im "Brunnerain" sind drei Bauplätze reserviert.

Stetten: Die Salzbergwerksgemeinde kann mit Trillfingen derzeit lediglich zwei Bauplätze, einen in der Sperberstraße und einen weiteren im Buchenweg anbieten. Zusammen haben diese Plätze eine Größe von 1430 Quadratmetern und einen Wert von 128 700 Euro. Luft verschaffen soll hier nach einem weiteren Gebäudeabbruch die Neuordnung von Grundstücken in der Kirchstraße. Dafür muss allerdings zuerst ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Trillfingen: Dieser Stadtteil besitzt derzeit im Baugebiet "Hinter Gärten/Bergen" noch zwei Bauplätze mit einer Fläche von 1635 Quadratmetern und einem Wert von 147 150 Euro. Ein weiterer kleiner Erschließungsabschnitt in diesem Baugebiet soll die spätere Bebauung von weiteren Flächen möglich machen.

Weildorf: Der der Kernstadt am nächsten liegende Ortsteil Weildorf ist derzeit als Wohnort sehr beliebt. Dort sind im Baugebiet "Trillfinger Steig" in den letzten zwei Jahren insgesamt sechs neue Wohnhäuser entstanden. Derzeit sind dort noch drei Plätze mit 2115 Quadratmetern und einem Wert von 190 350 Euro vorhanden. Zwei davon sind allerdings reserviert. Deshalb sieht der diesjährige Haushaltsplan in diesem Baugebiet eine Resterschließung mit rund 500 000 Euro vor. Damit sollen elf neue Bauplätze geschaffen werden.

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