Sportverein Bittelbronn hat Ehrungsabend im Bürgerhaus

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Den 1922 gegründete Sportverein Bittelbronnn muss um die Zukunft nicht bange sein. Der Fußballnachwuchs steht, wenn auch unter dem Dach der SG Weildorf/Bittelbronn, auf dem Rasen seinen Mann.  Foto: 

Mit einem Ehrenabend werden die Mitglieder des Sportvereins 1922 Bittelbronn am heutigen Samstag ab 19.30 Uhr im Bürgerhaus in Bittelbronn in gemütlicher Atmosphäre auf die 95-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken. Dazu wurde auch eine  kleine Ausstellung vorbereitet. Auf dem Programm stehen außerdem Ehrungen für SVB-Mitglieder von Seiten des Vereins sowie des Verbandes. Der Abend wird musikalisch vom Musikverein „Lyra“ Bittelbronn umrahmt.

Hugo Hipp legt Grundstein

Die Geschichte des Fußballs in Bittelbronn begann Anfang der 20er-Jahre. Entscheidenden Anteil hatte hierbei Hugo Hipp, der den Fußballsport aus seiner Kriegsgefangenschaft in England nach Bittelbronn brachte. Schnell fanden sich junge Männer zusammen, die von diesem Spiel ebenfalls fasziniert waren. Unter der Leitung des Vorsitzenden Alfons Winter, Lehrer von Beruf, und dem Trainer Karl Kost gründete man 1922 die Fußballmannschaft „VfB Bittelbronn“. Was fehlte, war ein Sportplatz. Dem Verein wurde zwar ein Grundstück im Gewand Band/Birkenwald zur Verfügung gestellt, das aber zwei Feldwegen und zwei Bäumen als Hindernisse hatte. Die  Bittelbronner Kicker mussten also jahrzehntelang um Bäume herum spielen.

Kicken um Bäume herum

Über die Jahre 1922 bis 1931 liegen nur wenige Informationen über den Verein vor. Bekannt ist, dass es schon damals immer wieder an Spielern mangelte. Den Weildorfern ging es ebenso. Also taten sich beide Vereine zusammen und gründeten am 6. Mai 1931 im Gasthaus „Krone“ die „Spielvereinigung Bittelbronn/Weildorf“ unter dem Vorsitz von Karl Kost. Prompt kam der junge Verein 1932 sofort an die Tabellenspitze. Dann kam der Krieg und auch in Bittelbronn kam das Vereinsleben zum Erliegen.

Am 15. Mai 1949 wurde der Verein mit 43 Mitgliedern unter dem Vorsitz von Pius Schäfer wiedergegründet, jetzt unter dem Namen Sportverein Bittelbronn. Ein Jahr später kam Josef Kreidler an die Vereinsspitze und es konnte der neue Sportplatz beim Friedhof eingeweiht werden. Das gab dem Verein Auftrieb und der sportliche Erfolg stellte sich sofort ein: Der SV Bittelbronn wurde 1950/51 Meister der B-Klasse. Leider hielt man sich nur ein Jahr in der A-Klasse. Die sportlichen Erfolge wurden insgesamt immer spärlicher. Die Fußballer stiegen in die C-Klasse ab. Tiefpunkt war das Jahr 1966, als man wegen Spielerabgängen keine Mannschaft mehr melden konnte.

Aber die jungen Bittelbronner wollten kicken und taten dies eben beim SV Weildorf. Aber der Ruf nach einer eigenen Mannschaft wurde immer lauter. 1974 meldete der SVB, jetzt unter dem Vorsitzenden Anton Pfister, endlich wieder eine Mannschaft für die Verbandsrunde an. Anfangs musste die Truppe ziemlich Lehrgeld bezahlen, doch mit den Jahren ging es sportlich immer mehr aufwärts. 1977 war der SVB dann zum ersten Mal Ausrichter des Eyachpokal-Hauptturniers. Fünf Jahre später folgte ein großes Jubiläumsfest zum 60-jährigen Vereinsbestehen.

1986/87 wiederholte sich, was 1951 schon einmal geschehen war: Unter Trainer Otto Brobeil holten die Bittelbronner in der Kreisliga B wieder den Meistertitel, stiegen aber wieder nach einem Jahr in der Kreisliga A wieder ab.

Die unvergessenen 90er-Jahre

Als 1989 das neue Sportgelände im „Birkenwald“ eingeweiht wurde, bekam der Verein unter dem Vorsitzenden Albert Kost und Trainer Edgar Klingler aber erneut Aufwind: Nach drei Vizemeisterschaften in Folge holte sich der SVB im Jahr 1992, rechtzeitig zum 70-jährigen Jubiläum, wieder den Meistertitel in der Kreisliga B. Im selben Jahr wurde das neue Sportheim fertiggestellt und eingeweiht.

Die 90er-Jahre gelten bis heute als erfolgreichste Vereinsära. 1994 und 1995 wurde man Vizemeister in der Kreisliga A und verpasste den Aufstieg in die  Bezirksliga nur knapp. 1995 übernahm Werner Gaus das Amt des 1. Vorsitzenden und 1997 war Bittelbronn ein drittes Mal Ausrichter des Eyachpokalturniers. 1999 wurde der neue Trainingsplatz seiner Bestimmung übergeben. Zur positiven Bilanz zählen von 1997 bis 1999 auch die drei Hallen­eyachpokalsiege in Folge 1998 unter Trainer Jürgen Henke der erste Eyachpokalsieg. Ein Jahr später stieg der SVB dann sogar in die Bezirksliga auf und holte, verstärkt mit den Spielern des SV Weildorf, im Jahr 2000 zum zweiten Mal den Eyachpokalsieg.

Eyachpokalfest zum Fünften

Als im zweiten Bezirksligajahr der Abstieg nicht verhindert werden konnte, war das zugleich der letzte Auftritt des SV Bittelbronn unter eigenem Namen. Eine neue Ära begann: Am 7. April 2001 wurde die „Spielgemeinschaft Weildorf/Bittelbronn“ unter den beiden Vorsitzenden Werner Gauss und Gerold Huber gegründet, eine erfolgreiche Verbindung mit zweimaligem Bezirksligaaufstieg und dem Eyachpokalsieg im Jahr 2007. Im Jahr 2005 übernahm Jens Burkhardt nach zehnjährigem Wirken von Werner Gauss das Amt des Vorsitzenden. Unter seiner Führung wurde in Bittelbronn 2007 zum vierten Mal das Eyachpokalturnier ausgerichtet und zugleich das 85-jährige Vereinsjubiläum gefeiert, bei dem zum ersten Mal ein Ehrungsabend im Bürgerhaus stattfand. Auch das 90-Jährige wurde unter Burkhardts Führung groß gefeiert.

Seit 2015 ist Andy Schäfer Vorsitzender des Bittelbronner SV. Unter seiner Leitung durfte der Verein dann im Jahr 2016 zum fünften Mal das Eyachpokalturnier ausrichten. Hierbei setzte der SVB neue Maßstäbe.

Aber nicht nur Fußball stand in den vergangenen Jahren im Vordergrund, denn beim SV Bittelbronn wurden auch Damengymnastik, Aerobic, Walking, Showtanz, Pilates und seit neuestem ein Lauftreff angeboten.

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