Haigerlocher Löschzug Süd probt den Ernstfall

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Menschenrettung durch den massiven Einsatz von Atemschutztrupps war bei Hauptübung der Owinger Wehr mit Stetten und Gruol die wichtigste Aufgabe. Foto: Wilfried Selinka  Foto: 

Um 16.02 Uhr wurde die Owinger Feuerwehr am Samstagmittag durch Sirene und Meldeempfänger mit dem Alarmstichwort „Starker Rauch aus dem Keller eines Wohnhauses, mehrere Personen eingeschlossen“ zum Übungsobjekt eines Neubaus in der Hauptstraße gerufen. Trotz Behinderung durch einen Hochzeitsautokorso waren Einsatzleiter Rainer Volm, Abschnittsleiter Atemschutz Frank Edele und Gruppenführer Xaver Stifel mit ihrem Löschfahrzeug, und einem alten TSF-Fahrzeug, welches für die Jugendfeuerwehr in Owingen stationiert ist, schnell am angenommenen Einsatzort.

Nach der Übungsidee war es dort durch Heizungsarbeiten zu einer starken Verrauchung der Kellerräume gekommen, die sich bis in das Dachgeschoss ausbreitete. Durch die starke Rauchentwicklung konnten weder die beiden Heizungsmonteure noch die vier Hausbewohner ins Freie gelangen. Ein Nachbar bemerkte den Rauch und alarmierte über den Notruf 112 die Leitstelle, die für die Abteilungen Owingen, Stetten  und Gruol im Löschzug Süd Vollalarm gab.

Nach der Erkundung durch den Einsatzleiter wurden sofort drei  Atemschutztrupp der Owinger Wehr ins Gebäude beordert, um nach den eingeschlossen Personen zu suchen. Weitere zwei Trupps unter schwerem Atemschutz stellte die Stettener Wehr unter Gruppenführer Matthias Klingel, ein Sicherungstrupp kam aus Gruol mit Gruppenführer Raimund Schullian. Die weiteren Wehrleute  aus Gruol sorgten für den Aufbau einer Löschwasserversorgung aus einem nahe gelegenen Feuerlöschteich. Mit dieser wurde auch das zusätzlich angeforderte Drehleiter-Fahrzeug der Haigerlocher Wehr gespeist. Letzteres war auch für die Rettung von Eingeschlossen über das Dachgeschoss zuständig, die von Kameraden der Stettener Wehr abtransopiert wurden.

Alle sechs Eingeschlossen waren schnell gerettet, wobei sie teilweise wegen der angenommenen Rauchentwicklung mit übergestülpter Fluchthaube aus dem Gebäude herausgeführt wurden. Aus allen drei Abteilungen waren Wehrmänner zum Abtransport der befreiten Personen eingesetzt.

Gesamtwehrkommandant Robert Wenz, der zusammen mit Vertretern aus dem Ortshaftsrat und Stettens Ortsvorsteher Konrad Wiget und etlichen Zuschauern die Übung mitverfolgt hatte, war mit dem sehr ruhigen Verlauf und dem harmonischen Zusammenspiel der drei Wehren sehr zufrieden.

Vor allem die zügige Rettung der Eingeschlossenen, die gute Verkehrsabsicherung der verkehrsreichen Durchgangsstraße, die Fahrzeugaufstellung ohne gegenseitige Behinderung und das abschließende Belüften des Gebäudes zum Rauchfreimachen waren besondere Lobwort wert.

Diese Telefonnummer sollte jeder kennen. Über die bundesweit einheitliche Notrufnummer 112 erreicht man die Notrufzentrale/Rettungsleitstelle – und bekommt fachmännische Hilfe.

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