Bürgerinitiative protestiert gegen Windkraftpläne

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Vertreter der Bürgerinitiative „Gegenwind Hohenzollern“ mit Vertretern der Aktion „Bürger für einen verträglichen Kalksteinabbau auf dem Plettenberg“ aus Dotternhausen im Gespräch mit Umweltminister Franz Untersteller (Zweiter von links).  Foto: 

Vertreter der Bürgerinitiative „Gegenwind Hohenzollern“ empfingen am Sonntag beim Energiewendetag der Energieagentur Zollernalb  den baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller vor der Stadthalle in Balingen mit Protestplakaten gegen Windräder in der Hohwacht im sogenannten Dreiländereck Rangendingen-Haigerloch-Grosselfingen. Vor Ort war auch die Bürgerinitiative „Bürger für einen verträglichen Kalkstein­abbau auf dem Plettenberg“ aus Dotternhausen.

„Windkraft schädigt Mensch und Natur“, „Ihr zerstört unsere Heimat“, und „Wir fordern die Einführung der bayerischen 10H-Regelung“ war auf den Plakaten der Bürgerinitiative „Gegenwind Hohenzollern“ zu lesen. Der Minister konterte mit der Frage, woher denn sonst die benötigten 80 Milliarden Kilowattstunden Energie kommen sollen?

„Nicht aus meistens still stehenden Windrädern in einer wind­armen Region im windärmsten Bundesland Deutschlands“, antworteten die Windkraftgegner. Wenn kein Wind wehe, komme sie aus den alten Braun- und Steinkohle-Meilern und aus unkontrollierbaren alten Atomkraftwerken aus Frankreich, Polen und Tschechien. Dem Klimaschutz helfe das nicht. „Schauen Sie in andere Länder dieser Welt. Die teure und ideologie-gesteuerte deutsche Energiewende wird nirgendwo sonst als Vorbild genommen.“ Die Bürgerinnen und Bürger in der Region dürften nicht der Kollateralschaden der Energiewende sein,  wie es Ministerpräsident Winfried Kretschmann es vor wenigen Tagen in Hechingen formuliert habe.

Der Lärm und Infraschall der Windräder bedrohe die Gesundheit von tausenden Bürgern – „eine gesunde Wirtschaft braucht aber gesunde Bürger und keine Versuchskaninchen.“

Und es gebe Alternativen: „Wir fordern mehr Grundlagenforschung, mehr Energieeinsparung, mehr Hightech. Mit einer mittelalterlichen Technik mit Windmühlen kann man nicht eines der führenden Hightech-Länder mit Energie versorgen. Wir fordern Vernunft statt Ideologie.“

Ein weiteres Thema am Sonntag war die Elektromobilität.  Dabei keineswegs nur das E-Auto, sondern auch der E-Roller. Dass die Umrüstung von Verbrennungs- auf E-Antrieb eine mögliche Alternative ist, zeigte beim Energiewendetag ein weiterer Anbieter.

Am Stand der Energieagentur durfte der Umweltminister kräftig in die Pedale treten und damit einen Saftmixer antreiben. Das Resultat konnte danach verkostet werden. Damit war der Übergang geschaffen zur Weiterentwicklung der E-Bikes.

Parallel zur Ausstellung auf dem oberen Balinger Stadthallenparkplatz sprachen in der Stadthalle Referenten über Themen wie Nachhaltigkeit oder Elektromobilität.

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