Unternehmer mit Format

Karl Schick, Begründer und Seniorchef der Schick Möbelhäuser, feiert heute seinen 90. Geburtstag. Der Unternehmer wird weit über die Grenzen seines Heimatortes Owingen hinaus geschätzt und geachtet.

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Karl Schick, Seniorchef der Wohn-Schick-Möbelhäuser, feiert heute seinen 90. Geburtstag.  Foto: 

Auch mit 90 Jahren arbeitet Karl Schick, Träger des Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland, früherer Gemeinde- und Ortschaftsrat und Ehrenvorstand des Gesangvereins Owingen, jeden Tag noch einige Stunden an seinem Schreibtisch.

Karl Schick, am 25. April 1925 in Owingen geboren, erlernte nach dem Schulbesuch den Beruf eines Sattlers und Polsterers. Der Zweite Weltkrieg und die nachfolgende Gefangenschaft unterbrachen für drei Jahre die berufliche Tätigkeit. Als junger Handwerksmeister für Raumausstattung begann der Jubilar im Jahre 1950 in der familieneigenen Gaststätte "Rose" Matratzen und Polsterelemente zu fertigen und dies bis in die 70er-Jahre hinein.

Damit gab sich der strebsame junge Mann aber nicht zufrieden. Zusammen mit seiner Frau Rosa, geborene Maurer, aus dem benachbarten Stetten, die er am 21. Oktober 1951 heiratete, baute er das Möbelgeschäft auf, das stetig wuchs. Heute sind in den beiden Möbelhäusern in Owingen und Rottweil mit 67 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche rund 350 Mitarbeiter beschäftigt.

Wohn-Schick zählt heute zu den größten Möbelhäusern in der Region und ist trotzdem ein Familienbetrieb geblieben. Darauf ist Karl Schick besonders stolz. Sohn Hubert ist als Geschäftsführer in Owingen und Rottweil tätig, Tochter Doris in beiden Möbelhäusern für die Boutiquen und Heimtextilien verantwortlich. Und auch die dritte Generation mit Judith Schick-Pieper mit Ehemann Moritz Pieper ist in leitenden Funktionen in die Firma eingebunden.

An der Unternehmens-Philosophie hat sich in den 65 Jahren des Bestehens der Firma Wohn-Schick nichts geändert: Nach wie vor ist für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kunde König und das Beste gerade gut genug.

Die zurückliegenden 65 Jahre haben dem Unternehmer Karl Schick oft mutige Entscheidungen, Flexibilität, Risiko- und Investitionsbereitschaft abverlangt, was er mit Optimismus und Gelassenheit meisterte. Seine Fachkompetenz führte ihn im Möbeleinkaufsverbund in verantwortliche Positionen. Er war Verwaltungsrat und Vorsitzender des Einkaufsausschusses für Teppiche und Heimtextilien für 35 Möbelhäuser im ganzen Bundesgebiet.

Aus dem operativen Geschäft hat sich der 90-Jährige inzwischen zurückgezogen, steht seinen Nachkommen aber mit Rat und Tat zur Seite.

Groß war Karl Schicks kulturelles und kommunalpolitisches Engagement. Als Gemeinde- und Ortschaftsrat gestaltete er von 1980 bis 1989 das kommunale Geschehen in Haigerloch mit. Den Owinger Vereinen ist der Jubilar als Funktionär, Mitglied und Förderer eng verbunden. Im Gesangverein war er 50 Jahre aktiver Sänger, 24 Jahre Vorsitzender und ist heute Ehrenvorsitzender, so wie er in fast allen Owinger Vereinen Ehrenmitglied ist. Unermüdlich war sein Einsatz als Vorsitzender des damaligen Fördervereins für den Erhalt der Owinger St.-Jakobus-Kirche. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde Karl Schick mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Für seine unternehmerische Leistung, das soziale, politische und kulturelle Engagement wurde ihm im Jahre 2000 die Verdienstmedaille der Bundesrepublik überreicht. Ein Jahr zuvor hatte Karl Schick seiner geliebten Frau Rosl ins Grab sehen müssen.

Getreu seinem Lebensmotto "Du kannst deinem Leben nicht mehr Jahre, den Jahren aber mehr Leben geben" kann Karl Schick heute auf eine großartige Lebensleistung zurückblicken. Gefeiert wird der 90. Geburtstag im Kreise der Familie, zu der inzwischen sieben Enkel, alles Mädchen, und ein Urenkel zählen. Der Gesangverein wie auch der Musikverein werden den Jubilar heute mit Ständchen erfreuen.

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