Unterhaltsamer Mundart-Stammtisch in Bittelbronn

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    Adelbert Barth harmonierte musikalisch ganz ausgezeichnet mit seiner Nichte Lena. Foto: 
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    Doris Oswald wusste beim 2. Haigerlocher Mundart-Stammtisch mit ihrem teils frechen Mundwerk und lustigen Geschichten, Witzen und Reimen zu gefallen. Fotos: Max Bäurle Foto: 
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Friedel Kehrer und Doris Oswald waren vermutlich die Hauptakteurinnen des 2. Haigerlocher Mundartstammtischs, der am Mittwochabend im „Rössle“ in Bittelbronn stattfand. Veranstaltet wurde der Unterhaltungsabend wieder vom Verein „schwäbische mund.art“, als Gastgeber fungierte Werner Gaus.

Zu Kehrer und Oswald gesellten sich weitere Mundartkünstler, und auch über Beiträge aus dem Publikum durften sich die Gäste im sehr gut gefüllten großen Saal im „Rössle“ freuen.

Friedel Kehrer, früher Mitglied der „Bronnweiler Weiber“, agierte im ersten Teil im Wechsel mit der in der schwäbischen Mundartszene seit längerem bekannten Doris Oswald aus Metzingen und begleitete sich bei ihren Liedern auf der Gitarre. Beim Song über den „Moschd“ erfuhren die Anwesenden, dass das Getränk auch gegen Fußpilz hilft und Potenz steigernd ist. Das Publikum ließ es sich nicht nehmen, eine Passage dieses Songs mitzuträllern.

Kleine Reime reicherten Friedel Kehrers Auftritte an, aber noch lustiger wurde es immer dann, wenn Doris Oswald das Wort ergriff. So erzählte sie von einer Frau, deren Mann sich in der Badewanne wie im Bodensee planschend vorkomme. Sie habe aber entsprechend eingriffen und einen Zaun um die Wanne herum errichtet, damit der Gatte nicht zu weit raus schwimmt.

Auch die bunten Hüte Oswalds trugen zur Unterhaltung bei. Einen Hut habe sie ihrem Mann gezeigt mit der stolzen Anmerkung, dass das Utensil sie zehn Jahre jünger mache. Darauf habe ihr Gatte gesagt: „Dann hättest du am besten zwei Hüte gekauft.“

Joachim Schmieg aus Thanheim hatte in Sachen Wortwitz und Wortspiele die Nase vorne. Unter anderem präsentierte er ein selbst geschriebenes Lied, das er aber nur vorlas, da er ein schlechter Sänger sei. Das „Lied“ bestand im Refrain lediglich aus dem Wort „Stroßawalz“ (Straßenwalze). Bei einem Gedicht über die Emanzpiation stellte er sich die Frage, wann wohl die „Mannesmann“-Aktie „Frauesfrau“ heißen werde. Zudem wunderte er sich, dass keine Frau je  das Wort „E-Mann-Zipation“ kritisiert hat.

Helga Götze aus Pfeffingen trug Gedichte aus ihrem Buch vor und sang gemeinsam mit ihrem Mann, der zudem Ziehharmonika spielte, das Lied „Schwobamädle“, und Adelbert Barth aus Melchingen wartete ebenfalls mit einigen Liedern auf. Dabei erhielt er Unterstützung durch seine Nichte Lena (Gesang, Gitarre). Barth hatte auch lustige Geschichten und Gedichte mitgebracht, und ein „Verkaufsgespräch“ mit seiner Nichte sorgte ebenfalls für Unterhaltung. Außerdem gab es noch die Auftritte von Maria Dietmann aus Jungingen, die teils von ihrem Gatten unterstützt wurde, und von Christel Henninger aus Stuttgart, alias „’s Kätterle vom Gäu“, die jede Menge Witze zu erzählen wusste.

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