Solidarität mit Hart

Der Appell an die gesamtstädtische Solidarität für Hart aus dem Ortschaftsrat hat gefruchtet: Zugunsten des kleinsten Stadtteils geben Haigerloch, Gruol und Stetten Baulandflächen ab.

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Im künftigen Baugebiet "Hirschen" in Gruol sollen neben der schon um 0,2 Hektar reduzierten Fläche auf weitere 0,2 Hektar zugunsten des kleinsten Haigerlocher Stadtteils Hart verzichtet werden. Foto: Wilfried Selinka

Die Streichung von 1,6 Hektar Baugelände "Hinter den Gärten II" in Hart im Rahmen des Flächennutzungsplanes hat nicht nur CDU- und SÖL-Gemeinderäte auf den Plan gerufen. Inzwischen wurde auch im Haigerlocher Ausschuss und in den Ortschaftsräten Gruol und Stetten darüber diskutiert. In Haigerloch legte Bürgermeister Heinrich Götz dem Ausschuss einen detaillierten Plan des künftigen Baugebiets "Lichtäcker" vor, das im Flächennutzungsplan insgesamt 4,8 Hektar Baufläche ausweist. Jetzt hat das Büro Gförer im östlichen Teil des künftigen Baugebiets, in Richtung des Haigerlocher Wasserturms, insgesamt eine Fläche von 0,25 Hektar (oder vier Bauplätze) eingezeichnet, auf die zugunsten von Hart verzichtet werden kann.

Die Gemeinderäte zeigten sich mit dieser Lösung einverstanden. Stadtrat Harald Hemmer war es aber wichtig darauf hinzuweisen, dass man in diesem Baugebiet bereits im Vorfeld der endgültigen Billigung des Flächennutzungsplanes einen Hektar gestrichen habe. Im übrigen bestehe in den letzten Jahren in der Kernstadt die stärkste Nachfrage nach erschlossenen Bauplätzen.

Heinrich Götz sieht gute Chancen für Hart, dass das Baugebiet "Hinter den Gärten" wenigstens zum Teil zustande kommt, da der Entwurf des neuen Regionalplanes den Grünzug im dortigen Bereich zu einem Teil zurücknimmt. Dem Ortschaftsrat Hart empfahl der Bürgermeister zudem, auf das mit 0,4 Hektar ausgewiesene Baufeld "Hinter dem Dorf" zu verzichten und dafür voll und ganz auf "Hinter den Gärten" zu setzen.

Der Ortschaftsrat von Gruol wurde im Umlaufverfahren davon informiert, dass im 2,5 Hektar großen künftigen Baugebiet "Hirschen" die Fläche um 0,2 Hekar reduziert werden muss. Zusätzlich war das Gremium damit enverstanden, zugunsten von Hart nochmals auf eine eine weitere Fläche von 0,2 Hektar im südlichen Teil zu verzichten. Der stellvertretende Ortsvorsteher Alexander Siedler: "Damit verbauen wir uns nichts, denn der erste Erschließungsabschnitt erfolgt weiterhin nördlich vom Stettener Weg aus." Dies sahen auch die übrigen Ortschafsräte so und simmten der Reduzierung zu.

Der Stettener Ortschaftsrat sah es ebenso. Er will ebenfalls bis zu 0,2 Hektar zugunsten von Hart abtreten, da man sich im Plangebiet "Schopfloch" mit 1,7 Hektar noch in einem frühen Planungsstadium befindet und mit der innerörlichen Bebauung in der Kirchstraße und im Baugebiet "Hartweg" 0,7 Hektrar zur Verfügung stehen.

Kritik für das Vorpreschen der Ortsvorsteher in der gemeinsamen Besprechung von CDU und SÖL gab es allerdings von den Ortschaftsräten Franz-Josef Wiest und Armin Bauer. Weil damit letztlich die Arbeit eines Ortschaftsratsgremiums entwertet werde. In der Presse jedoch sei darauf verwiesen worden, dass letzlich die Ortschaftsräte über die Reduzierung der Bauflächen das letzte Wort haben.

Mit dem Verzicht von Haigerloch, Gruol und Stetten auf jeweils 0,2 Hektar Fläche kommen in der Summe 0,6 Hektar zusammen. Beim Verzicht des Ortschaftsrats Hart auf 0,4 Hektar "Hinter dem Dorf" wäre es insgesamt ein Hektar für das Baugebiet "Hinter den Gärten II", für das sich der Ortschaftsrat vehement einsetzt.

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