Michael Patrick Kelly begeistert Fans in der Kirche St. Clemens in Gruol

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Michael Patrick „Paddy“ Kelly war zu Gast in Gruol. Foto: Patrick Kleibold  Foto: 

Ein bisschen Folk, ein bisschen Pop, ein bisschen Rock – Michael Patrick Kelly, der drittjüngste Spross der einst so berühmten Kelly-Family, versteht es, Säle zu füllen und seine vorwiegend weiblichen Fans zu begeistern. So war auch die katholische Pfarrkirche St. Clemens in Gruol bei seinem Benefizkonzert „Ruah“, mit dem er Hilfsprojekte des Bonifatiuswerkes und von Caritas International in Äthiopien unterstützt, zum Bersten voll.

Der vor rund 20 Jahren mit der Kelly Familiy berühmt gewordene Sänger, Musiker und Komponist Michael Patrick „Paddy“ Kelly gastierte am Samstagabend in Gruol, und er überzeugte nicht nur die alten Fans der irisch-amerikanischen Folk-Familie. Michael Patrick Kelly weiß, was er seinen Fans schuldig ist und mischt meisterlich neue und alte Songs, die bei diesem Konzert speziell ihrem Wesen nach arrangiert waren.

Als „Flashback“ bezeichnete er die Songs, die bei seinem sechsjährigen Klosteraufenthalt entstanden sind und die sich vom Inhalt her hauptsächlich mit spirituellen Themen befassen.

Konzert mit Dramaturgie

In der besonderen Atmosphäre des St.-Clemens-Kirche mit bemerkenswerter Akustik, eindrucksvoller Beleuchtung und Leuchtdomen war die Stimmung von dem ersten Lied an ausgezeichnet, die energiegeladene Musik und die teils besinnlich, teils fröhlich stimmenden spirituellen Liedtexte schwappten sofort über auf die Fans. Leidenschaftlich und innig zelebrierte Kelly Lied um Lied, ob nun laut oder leise. Das ganze Konzert folgte einer klugen Dramaturgie, der Künstler baute Stimmung auf und steigerte sie teils bis zur Ekstase, um anschließend wieder loszulassen und jedem im Saal mit gefühlvollen Balladen Zeit für sich selbst zu lassen. Mucksmäuschenstill lauschten die Fans den spirituellen, innigen Liedern, die als „Ruah“, die glaubensvolle, nach Frieden und einem gelingenden Leben strebende Botschaft in sich trägt.

Künstler läuft durch die Reihen

Bei bekannten Rocktiteln wie „Flag“, bestens inszeniert mit stimmungsvollen Lichteffekten, und „Happiness“ wurden die Fans zu einer begeistert gestikulierenden, Kerzen schwenkenden Gemeinde. Und Michael Patrick Kelly schien den Abend mit ihnen zu genießen. Der bescheiden auftretende Künstler lief ganz allein mit einer Gitarre singend durch die Stuhlreihen und trat vornehm in den Hintergrund, um seinen Musikern Raum zu geben. Diese fünf Musiker (Laura Bellon, Geige und Vocals, Christian Heidenbauer, Gitarre und Vocals, Lars Peter, Keyboard und Vocals, und Alex Höffken, Drums und Percussion), sind ausnahmslos Meister ihres Fachs. Neben Kelly, der alle möglichen Instrumente, darunter eine faszinierend klingende Hang-Drum selbst spielt, agieren die hervorragenden Band-Musiker, als homogenes Ensemble, innerhalb dessen sich der Einzelne einerseits unterordnen kann und andererseits mit oft nur kurzen Glanzlichtern das Konzert bereichert.

Eine Friedensandacht, geleitet von Gemeindepfarrer Michael Storost und moderiert von Bruder Paulus, einem erfahrenen Friedensmediator, bildete den ergreifenden zweiten Teil der Konzertveranstaltung. Bevor Bruder Paulus im Osten Deutschlands seine Frieden stiftende Mission aufnahm, war er schon an weltweit krtitischen Brennpunkten wie New York und dem irischen Limerick als Friedensstifter tätig. Von Kerzenlicht, sanfter Musik und ruhigen Taizé-Gesängen begleitet bewegten sich die Konzertbesucher andachtsvoll in den Altarraum, um den Segen der Geistlichen zu erhalten und tröstende Worte zu hören. Während der Pause sorgte der Förderverein Vitus-Kapelle Gruol für das leibliche Wohl der Gäste, die aus allen Richtungen der Republik, aus der Schweiz und sogar aus Tschechien herbeigekommen waren.

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