Stettener fordern mehr Transparenz in Sachen Gerüche aus dem Bergwerk

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Rund eine Stunde wurde in der Bürgerfragestunde der jüngsten Stettener Ortschaftsratssitzung über die Geruchsbelästigungen aus dem Versatzbergwerk diskutiert. Zunächst machte Uli Thönissen auf seine Aufzeichnungen aufmerksam. So haben er und andere Mitbewohner in Stetten Gerüche intensiv im August an vier und im September an sieben Tagen wahrgenommen. Er habe sich deswegen bereits mit Behörden wie dem Landesumwelt­amt in Karlsruhe, dem Gewerbeamt des Landratsamtes und dem Landesbergamt in Freiburg in Verbindung gesetzt.

Nicht ungefährlich

Mit den erhaltenen Auskünften war Thönissen nicht zufrieden. „Der Bürger wird für dumm gehalten. Jeder schiebt die Zuständigkeit auf den anderen und niemand will was unternehmen.“ Und doch seien die aus dem Bergwerk freigesetzten Amoniakverbindungen für die Gesundheit nicht so harmlos, wie sie heruntergespielt würden. Ortschaftsrat Armin Bauer von der Bürgerintiative bestätigte, dass Mitbürger in Stetten die Geruchsbelästigungen aus dem Bergwerk schlimmer als vor einem Jahr wahrnehmen, obwohl Wacker mit der Verlegung des Umschlagbunkers weiter ins Innere unter Tage und einer Bedüsungs- und Absauganlage gegen die Geruchsbelästigungen schon einiges unternommen habe. Nun soll auch noch der Schrägschacht ins Visier genommen werden. Er habe den Eindruck, so Bauer, dass der neue Bergwerksdirektor Werner Boehm die Belästigungen für die Bevölkerung ernst nimmt und im persönlichen Gespräch versucht, die Dinge zu klären, zumal er inzwischen selbst im Bergwerksgelände wohnt. „Ihm ist es ein großes Anliegen schnellst möglichst eine Lösung zu finden“.

Franz-Josef Wiest sieht den Stettener Ortschaftsrat in der Pflicht: „Die Grenze des Belastbaren ist für uns Bürger erreicht.“ Walter Stocker meinte, inzwischen müsse die Frage erlaubt sein, ob es künftig überhaupt noch Einlagerungen von Versatzstoffen geben könne, wenn es nicht gelingt, die Geruchsbelästigungen zu beseitigen. Georg Schler schlug vor, nur noch ein halbes Jahr zuzuwarten und wenn es dann weiter stinkt, die Einlagerungen behördlicherseits zu stoppen.

Im November soll Bergwerksdirektor Werner Boehm im Ortschaftsrat einen Sachstandsbericht geben. Wilfried Selinka

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