Jugendforum: Jugendkriminalität ist in Haigerloch kein Problem

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Die Verantwortlichen für die Jugend an einem Tisch von links: Schulsozialarbeiterin Viola Höffner, Bürgermeister Heinrich Götz, Laura Schilling vom Kinder- und Jugendbüro und Schulsozialarbeiter Matthias Mühr. Foto: Wilfried Selinka  Foto: 

Seit dem 1. Dezember 2015 ist die Beteiligung von Jugendlichen und Kindern in der Gemeindeordnung festgeschrieben. Für die Ausgestaltung der Jugendbeteiligung soll in Haigerloch das bestehende Jugendforum aktiviert werden.

Laura Schilling, die neue Leiterin des Haigerlocher Kinder- und Jugendbüros, hatte Bürgermeister, Ortsvorsteher, Vertreter der Schulen, der Schülermitverantwortung und der Jugendhäuser sowie die Polizei zur jüngsten  Sitzung des Jugendforums eingeladen, um die Möglichkeiten der besseren und konkreteren Jugendbeteiligung in Haigerlochs zu diskutieren.

Bürgermeister Heinrich Götz betonte:„Kinder sollen und Jugendliche müssen an Entscheidungen beteiligt werden, von denen sie betroffen sind.“ Über die geeigneten Beteiligungsverfahren entscheiden die Kommunen jedoch selbst.

In Frage kommen hierfür die neue Bildung eines Jugendgemeinderats, die Einführung eines sogenannten „Jugendhearings“ oder die Beibehaltung und eventuelle Ausweitung des Jugendforums. Hier trifft sich das Jugendbüro mit den Vertretern der Jugendhäuser, um aktuelle und anstehende Projekte zu diskutieren. Hinsichtlich eines neu einzurichtenden Jugendgemeinderats war sich die Diksussionsrunde schnell einig, davon in Haigerloch Abstand zu nehmen. Vor allem Bürgermeister Heinrich Götz sah dabei für seine Verwaltung ein erhöhtes Arbeitsaufkommen durch die Einrichtung einer Geschäftsstelle und die Organisation der alle drei Jahren stattfindenden Wahlen zukommen, das derzeit bei der dünnen Personaldecke nicht zu leisten sei.

Die in der Schulsolzialarbeit an den Haigerlocher Schulen durch das Haus Nazareth wirkenden Matthias Mühr und Viola Höffner sowie Laura Schalling stellten gemeinsam das in Frage kommende „Jugendhearing“ vor, das in mehreren kleineren Arbeitskreisen Projekte für Jugendliche erarbeiten und entwickeln könnte. Vorausgehen sollte eine Umfrage nach den Wünschen der Jugendlichen. Zur weiteren Umsetzung wurde nach Vorbildern aus anderen Gemeinden gefragt, die bei der Einrichtung eines „Jugendhearings“ zu Rate gezogen werden könnten. Letztlich waren sich die Beteiligten einig, ein solches in Haigerloch nicht zu installieren.

Deshalb bleibt es dabei, das  bestehende Jugendforum zu aktivieren. So sollen künftig neben den Jugendhäusern, den Schulen und den Ortsvorstehern auch Vertreter aus der Schülermitverantwortung der Haigerlocher Schulen eingeladen und im übrigen jede Einladung öffentlich ausgesprochen, um bei den Jugendlichen mehr Interesse zu wecken. Auch Kurt Riester vom Polizeiposten Haigerloch hat die bisherige Arbeit des Jugendforums in guter Erinnerung. Er war in die Sitzung gekommen, um über die Jugendkriminalität in Haigerloch zu berichten. „Sie erfahren von mir keine spannenden Kriminalgeschichten aus den elf Jahren, in denen ich beim Polizeiposten in Haigerloch bin“, so Riester.

Im Gegensatz zu größeren Städten in der Umgebung sei die Welt in Haigerloch einigermaßen in Ordnung. Riester führt dies auf die intakten Strukturen in der Kleinstadt zurück, in der Problemfälle schnell transportiert und transparent werden.

Auch die gute Schulsozialarbeit in den Schulen und die direkten Ansprechpartner in den Bildungseinrichtungen würden ihren Anteil dazu beitragen.

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