HZ-TRAINERGESPRÄCH · BLICK IN DIE BEZIRKSLIGA: Team Schritt für Schritt nach vorne bringen

Manuel Raisch liegt mit seinem SV Gruol in der Bezirksliga voll im Soll. Der ehemalige Oberligatorwart will sein junges Team Schritt für Schritt nach vorne bringen - und auch morgen in Straßberg nicht leer ausgehen.

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  • Spielertrainer Manuel Raisch und der SV Gruol wollen morgen beim Gastspiel in Straßberg auf keinen Fall leer ausgehen. Foto: Pflumm 1/2
    Spielertrainer Manuel Raisch und der SV Gruol wollen morgen beim Gastspiel in Straßberg auf keinen Fall leer ausgehen. Foto: Pflumm
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    Eugen Pflumm interviewt für die HZ die Fußballtrainer aus der Region.
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Manuel Raisch steht seit Beginn der aktuellen Saison auf der sportlichen Kommandobrücke des SV Gruol. Offensichtlich haben die Funktionäre des Vereins mit der Verpflichtung des ehemaligen Oberliga-Torhüters als Spielertrainer einen guten Schachzug gemacht. Das Team aus dem Haigerlocher Stadtteil steht in der Bezirksliga nach acht Spielen mit elf Punkten auf der Habenseite im gesicherten Mittelfeld. Und so soll es auch bleiben, wenn es nach dem neuen Coach geht. Der Mössinger will sein junges Team mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren Schritt für Schritt nach vorne bringen.

Das Engagement bei dem Bezirksligisten ist für Manuel Raisch die erste Station seiner Spielertrainerlaufbahn. Doch die Arbeit macht ihm mächtig Spaß. "Meine Jungs ziehen voll mit", freut sich der 28-Jährige. Zudem könnte die Unterstützung aus der Vorstandschaft des SV Gruol nicht besser sein, lässt der Trainer im Gespräch mit der HZ wissen.

An den Gruoler Freihof ist Raisch zur Saison 2010/2011 gekommen, weil er nach etlichen Jahren in der Verbands- und Oberliga mehr Freizeit für seine Familie haben wollte. Dem erfahrenen Torhüter gefiel es auf Anhieb sehr gut bei den Kickern aus dem Stunzachtal und so sei man sich gleich einig geworden, als ihm der Verein bei seiner Suche nach einem neuen Trainer zu Beginn der Saison ein entsprechendes Angebot unterbreitet habe.

Trainiert wird zweimal pro Woche, wobei Raisch als zweitältester Akteur auf einen Kader von 17 jungen Spielern zurückgreifen kann. "Hier lässt sich noch viel formen und die Spieler sind hungrig auf sportliche Lorbeeren", weiß der Coach. Sorgen bereiten ihm allerdings die zwei Langzeitverletzten Tobias Degout und Spielführer Tim Hanslok. Raisch fürchtet, dass beide erst wieder zur Rückrunde zur Verfügung stehen werden. Auch darum wird der Trainer vorerst mit durchschnittlich zwölf Spielern pro Trainingseinheit zufrieden sein müssen.

Durch drei teilweise recht deutliche Siege (7:1, 5:2, 2:1) und ein Remis aus vier Spielen hat Raisch den Freihof zu einer wahren Festung ausgebaut. Äußerst gegensätzlich gestaltet sich jedoch die Auswärtsbilanz. Aus ebenfalls vier Partien steht erst ein mickriges Pünktchen zu Buche. Den Grund für die Auswärtsschwäche sieht Manuel Raisch in der falschen mentalen Einstellung. "Das spielt sich im Kopf ab, wir könnten auswärts genau so gut spielen wie zu Hause", ist sich der Coach sicher.

Das tolle Gruoler Publikum bezeichnet der Trainer als "echten 13. Mann". Zu den Heimspielen kommen nämlich jedes Mal zwischen 100 und 150 Fans, die lautstark hinter seinem Team stehen. Für Raisch ist klar, dass dann jeder Akteur das Maximale in die Waagschale wirft. Zudem sei das Spielfeld optimal auf sein Team zugeschnitten. In der Fremde ist das in beiden Fällen leider des Öfteren nicht so.

Der Klasse-Keeper, der viele wertvolle Erfahrungen bei seinem Heimatverein Spvgg. Mössingen, der TSG Balingen und dem FC Albstadt gesammelt hat, möchte schnellstmöglich die für den Klassenerhalt nötigen Punkte sammeln. Mit einem guten Mittelfeldplatz sähe er das gesteckte Ziel dann als erreicht an. Für ihn ist es wichtig, sein Team Schritt für Schritt voranzubringen, vor allem im technischen Bereich wie auch im Umschaltspiel von der Defensive in die Offensive und umgekehrt sieht Raisch noch Nachholbedarf.

Die Bezirksliga Zollern stuft der Trainer in dieser Saison als eine der stärksten Bezirksligen überhaupt ein. "Jeder kann hier jeden schlagen", ist sich der Spielertrainer sicher. So sei auch der FC Pfeffingen am Sonntag keinesfalls wie ein Absteiger in Gruol aufgetreten. Das 1:1 spiegele den Spielverlauf wieder und gehe daher auch voll in Ordnung.

Als "äußerst schwere Aufgabe" bezeichnet Raisch das morgige Gastspiel beim TSV Straßberg. Dieses Team sieht er als Mitanwärter auf den Meisterwimpel, sein Topfavorit ist allerdings der SV Rangendingen, dem er die besten Aufstiegschancen einräumt.

Mit einem Punktgewinn aus der Partie gegen den aktuellen Tabellenzweiten könnte der Coach gut leben, aber dafür müsse jeder seiner Akteure voll konzentriert zu Werke gehen. Für Raisch persönlich wäre es eine Premiere, mit einem Sieg oder Remis das Straßberger Sportgelände zu verlassen, denn in den beiden zurückliegenden Jahren gab es für ihn dort nichts zu erben. Das will der Coach unter allen Umständen ändern.

Manuel Raisch könnte es sich vorstellen, auch in der kommenden Saison beim SV Gruol als Spielertrainer den Ton auf dem Spielfeld anzugeben. Zuvor soll jedoch mit Zuversicht und Engagement der sportliche Grundstein für eine weitere Zusammenarbeit gelegt werden. Wie auch immer, eine sportliche Heimat hat der Vollblut-Torwart am Gruoler Freihof auf jeden Fall gefunden.

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