Happy-End in Hart

Eine schwäbische Komödie über ein Muttersöhnchen brachte die unter der Regie von Jürgen Ratzke neu formierte Theatergruppe des Sportvereins Hart jetzt erfolgreich auf die Bühne.

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Unverkrampftes Laienspiel brachte die neu formierte Theatergruppe des SV Hart auf die Bühne (v. l. sitzend): Jürgen Ratzke, Sigrid Fechter, Maria Lachenmaier und Marita Tömmes, (v. l. stehend) Ralf Schneider, Alwin Geyer, Bernd Geyer, Theo Bieger, Elvira Fechter und Sabine Geyer. Foto: Wilfried Selinka

Spannung, Situationskomik und beste Unterhaltung boten die neun Mitglieder der neu gegründeten Theatergruppe des Sportvereins Hart bei der Inszenierung von Joachim Herms Stück "Dr Mammasuggl" (Muttersöhnchen) bei zwei Vorführungen am Tag der Deutschen Einheit in der Festhalle. Sportvereinsvorsitzender Dietmar Krüger freute sich bei seiner Begrüßung darüber, dass sich nach drei Jahren die Laienspieltruppe neu formiert hat, was vor allem dem unermüdlichen Engagement von Jürgen Ratzke zu verdanken sei. Er habe es geschafft, die bisherige, erfolgreiche Schauspieltruppe mit Maria Lachenmaier, Sigrid Fechter, Marita Tömmes und Theo Bieger um vierNeuzugänge zu erweitern: Ralf Schneider, Sabine Geyer, Alwin Geyer und Bernd Geyer.

"Dr Mammasuggl" ging in echtem, breiten Schwäbisch über die Bühne. Förster Innozens (Jürgen Ratzke) kann gar nicht verstehen, was alle immer an ihm auszusetzen haben. Es lässt sich ja auch ganz gut leben, wenn Mutti (Maria Lachenmaier) ihr "Muttersöhnchen" bedient und verwöhnt. Nach Mutters Meinung wärs aber auch an der Zeit "noch ama Mädle zgucket". Dieser Meinung ist auch Schwester Trudel (Sigrid Fechter). Aber das Muttersöhnchen will von Annäherungsversuchen nichts wissen, auch nicht denen der Heulsuse Olga (Marita Tömmes), und klopft lieber mit seinen Kumpels Josef (Alwin Geyer) und Kaspar (Bernd Geyer) einen Skat.

Nur mit Klara (Sabine Geyer) trifft sich Innozens ab und zu - aber die will seinen Zustand auch nicht länger hinnehmen, muss sie sich doch sogar vom "Waldhorn"-Wirt die Socken Innozens in die Hand drücken lassen, die dieser unter dem Tisch ausgezogen hat. Jetzt soll Professor Häberle (Ralf Schneider) dem Innozens endlich Manieren beibringen. Als Gegenleistung winkt dem Sprachlehrer ein Schwäbischkurs. Häberle hat aber ganz andere Interessen: Er will er Trudel den Hof machen. Aber diese Rechnung hat er ohne den schlauen Großvater (Theo Bieger) gemacht, der als passionierter Jäger mit Jagdhorn und Feldstecher immer die Lacher auf seiner Seite hatte.

Mit viel Spielwitz, Situationskomik und zahlreichen Verwicklungen kommt es schließlich zum Happy-End: Quartalsäufer Innozens bekommt seine Klara, der Sprach-Professor Häberle seine Trudel und sogar das Mauerblümchen Olga bekommt den Josef ab.

Der herzliche Applaus bei den beiden Aufführungen war dankbarer Ausdruck für das wochenlange Proben und das unverkrampfte Laienspiel mit allerlei Turbulenzen. Alle Rollen waren bestens besetzt. Auch den Soufleusen Elvira Fechter und Anna Schneider und der Maske von Conny Ruderschmidt galt das uneingeschränkte Lob des dankbaren Publikums.

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