Ganz Noyal freut sich über die Jumelage

Die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Haigerloch und Noyal fanden jetzt mit der Eröffnung der Kunstausstellung "Traumwelten" einen weiteren Höhepunkt.

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Die Karl-Hurm-Ausstellung in Noyal ist ein Markstein in der 40-jährigen Städtepartnerschaft. Das Bild zeigt (v. l.) Galerist Speier, Sophie Meril, Kulturbürgermeisterin Fouéré, Wilfried und Magdalene Kessler (Tochter von Karl Hurm), Noyals Bürgermeister Audrain, Haigerlochs Bürgermeister Götz und Übersetzer Opizzo bei der Ausstellungseröffnung. Foto: Nadine Reiband

"Kunst hat ihre Universalsprache", erklärte Dominique Fouere, Noyals Kulturbürgermeisterin bei der Ausstellungseröffnung am Samstag in Noyal und schlug damit Brücken zwischen den beiden Städten. Wenngleich man nicht die gleiche Sprache spricht, Musik, Kunst und Kultur sind immer möglich, gemeinsam erlebt zu werden. Getreu diesem Motto begannen Deutsche und Franzosen Blicke auf die neuesten und älteren des Haigerlocher Küsntlers und Ehrenbürgers Karl Hurm zu werfen. Seine neuen Ölgemälde zeichnen sich durch eine relativ klare Linienführung und Bildaufteilung aus. Bewusst gewählte und gesetzte Farbspiele in den Primärfarben setzen Akzente und machen die Bilder spannungsreich. Eine unermüdliche Schaffenskraft scheint ihm zu wohnen, dem "jungen Mann mit 82 Jahren", wie Dominique Fouere ihn titulierte. Wahrhaftig stecken in den Bilder Kraft, Lebendigkeit und auch Gniz. Er scheint den Spaß an den Farben, den Tieren und der rothaarigen Frau zu genießen und zu pflegen.

Bedauerlicherweise war es Karl und Anni Hurm nicht möglich, zur Vernissage nach Noyal anzureisen. Vertreten wurden das Paar aber von Tochter Magdalene Kessler und deren Mann Wilfried. Sie nahmen Dank und Anerkennung sowie die Ehrenmedaille Noyals als Zeichen der tiefen Freundschaft und Anerkennung mit nach Hause. Magdalene Kessler sagte, für ihre Eltern sei es eine große Ehre, anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft in Noyal ausstellen zu dürfen. "Meine Eltern haben sich in Noyal immer sehr wohl gefühlt."

Bereits die vierte Ausstellung Hurms in Noyal habe man mit dieser Ausstellung gestaltet, sagte Hermann-Josef Speier. 68 Bilder zeigten einen kleinen Ausschnitt aus Hurms großem Schaffen. Speier erläuterte in einer Bildershow das Werk des Künstlers und gab einen umfassenden und spannenden Einblick in die "Traumwelt", die dennoch viele Bezüge zur Realität in Haigerloch finden lässt. Sein Dank ging auch im Hinblick auf die eigene 40-jährige Galeristentätigkeit mit Ausstellungen in Frankreich an die Verantwortlichen und Unterstützer früherer und heutiger Zeiten.

Noyals Bürgermeister Jaques Audrin und Haigerlochs Bürgermeister Heinrich Götz zeigten sich erfreut über das große Interesse an der Ausstellung und diesen "gelungenen Moment der Partnerschaftsfreundschaft". Die beiden Übersetzer Yves Opizzo und Sylvie Terseul hatten ihre Arbeit wunderbar gemacht, so dass einem heiter-beschwingten Abend nichts mehr im Wege stand.

Die Delegation aus Haigerloch und die anwesenden Noyaler machten sich im Anschluss an die Vernissage gemeinsam auf den Weg, die Pflanzung eines Baumes mitzuverfolgen. Dabei konnte wahrgenommen werden, dass zwar nicht alle Noyaler anwesend waren, dass aber in allen Geschäften und öffentlichen Stellen sowie an vielen Häusern der "Jumelage" freudig mit Fahnen und Texten gehuldigt wurde. Rund 180 Menschen waren es dann, die in der Festhalle den Abend bei bretonischer Musik und guten Essen bis spät in die Nacht genossen.

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