Erlesene Werke der Kirchenmusik

Festlicher Chorgesang begleitete die katholischen Christen in ganz Haigerloch in den Karfreitags- und Ostergottesdiensten. Besonders erlesene Werke der Kirchenmusik waren in der Schlosskirche zu hören.

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Die Liturgie am Sterbenstag des Herrn bekam an Karfreitag in der Schlosskirche seine besondere Auszeichnung durch die von Solisten und Chor gesungene und durch die Orgel begleitete Johannes-Passion von Heinrich Schütz. Dem Chor und den Solisten, Hans Konstanzer als Evangelist, Werner Rupprecht als Jesus und Heinz Bäurle als Pilatus sowie den übrigen Darbeitenden gelang eine eindrucksvolle Wiedergabe des Leidensweges des Gottesmenschen bis hin zur der Kreuzigung und dem triumphierenden Sieger mit "Es ist vollbracht".

Stadtpfarrer Wolfgang Laaber machte in seiner Betrachtung zum Kreuzestod Jesu Christi deutlich, dass das Kreuz nicht der Untergang ist, sondern der Beginn neuen Lebens. Der Prediger rief deshalb auf, nicht in der Dunkelheit und nur in Angst nach dem Psalm 22 zu rufen "Mein Gott, mein Gott warum hast du mich verlassen", sondern die Liebe, Güte, Geduld und Menschenfreundlichkeit des Gekreuzigten und dauraus folgend des Auferstandenen zu sehen.

Am Beginn der Auferstehungsfeier am Karsamstag stand vor der Schlosskirche im Beisein der Haigerlocher Erstkommunikanten und ihrer Eltern, das Entzünden der Osterkerze am geweihten Osterfeuer wiederum durch Pfarrer Wolfgang Laaber. In feierlichem Zug wurde die Osterkerze in den dunklen Kirchenraum getragen und das "Lumen Christi - Sehet das Licht Christi - Dank sei Gott" angestimmt. Die anschließenden Lesungen aus dem Alten Testament kündeten vom Erlösungswerk Gottes an seinem Volk. Eingebunden in die Messfeier war auch die Weihe des Taufwassers, die Erneuerung des Taufgelübdes der Gemeinde und eine Taufe.

Die Predigt durch Stadtpfarrer Wolfgang Laaber am Ostermorgen stand ganz im Zeichem von "Christus ist auferstanden - Das Leben und die Liebe ist stärker als der Tod". Mit seiner Auferstehung habe Gott die Tür zum Paradies göffnet. So so trete der Auferstandene jedem Menschen entgegen, um ihm in seinen Leben mit Liebe zu begegnen, ihn aber auch auf den Beginn der Ewigkeit in Gott hinzuweisen. So sei die Auferstehung Tatsache und Befreiung von den Fesseln der Todesangst.

In den Osterjubel stimmte wiederum der katholische Kirchenchor ein. Hans Konstanzer hatte als besondere Festtagsgabe zusammen mit dem Chor die "Missa brevis in C" (KV 220), wegen der besonderen Violinfigur im Sanctus auch "Spatzenmesse" genannt, von Wolfgang Amadeus Mozart für Soli, Chor und Orchester vorbereitet. Dieses im eher volkstümlichen Stil gehaltene Werk wurde, von klaren und hellen Stimmen getragen, dargeboten.

Zum Halleluja-Ruf erklang ein Arrangement von Paul Horn aus "Exsultate, jubilate" (KV 165) von Mozart für Chor und Orchester. Als Dankgesang stand Joseph Haydns "Salus et gloria - Heil, Ruhm und Kraft unserem Gott" als weiterer kirchenmusialischer Glanzpunkt auf dem Programm.

Ausführende waren unter der Leitung von Hans Konstanzer die Solisten Sibylle Linke (Sopran), Christine Kleinmann (Alt), Balthasar Heller und Werner Gaus (Tenor) und Werner Rupprecht (Bass) sowie Mitglieder des Balinger Kammerorchesters.

Für diese musikalischen Festgaben bedankte sich Stadtpfarrer Wolfgang Laaber ausdrücklich.

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Kommentare

17.04.2012 03:29 Uhr

schade

Beim Lesen über die Osternachtfeier in der Schosskirche, ist mir sofort aufgefallen, dass ganz wenig das Wesentliche eigentlich nur kurz angerissen ist. wenig über die eigentliche Botschaft, dafür viel und ausführlich über den Gesang.
Waren auch Ostergaben (Körbchen) zur Segnung mitgebracht, liturgisch wichtig.
Freundlicher Gruß
Ilona Schober

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